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Altenburg „Buddy Holly“ rock’n’rollt im Altenburger Landestheater
Region Altenburg „Buddy Holly“ rock’n’rollt im Altenburger Landestheater
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17:43 25.03.2019
Buddy in Concert" begeisterte auch am Wochenende wieder die Zuschauer im Landestheater. Frontmann Gordon Hemming legte sich mächtig ins Zeug. Quelle: promo
Altenburg

„Wir wollen kein nettes, freundliches Publikum. Wir wollen Rock’n’Roll! Wollt ihr das auch?“, ruft Hauptdarsteller Gordon Hemming alias Buddy Holly ins randvolle Altenburger Landestheater – und seine geschätzten „4500 Zuschauer“ schweigen für einen Moment verblüfft. Die Show ist noch keine fünf Minuten alt und die Betriebstemperatur des Publikums erst auf dem Weg gen Siedepunkt – Tendenz steigend.

„Mini-Twist“ als Sitztanz geht bereits, mitklatschen auch und spätestens nach dem ersten „Fitnessprogramm“ braucht es bis hoch in den dritten Rang keine weitere Aufforderung mehr zur rhythmischen Leibesertüchtigung im Stehen. Schließlich hat „Buddy“ in Altenburg Tradition und gastierte am Sonnabend bereits zum 18. Mal in der Skatstadt mit seiner Show.

60 Jahre nach seinem Absturz ist die Erinnerung lebendig

Entsprechend gekleidet in Pünktchenbluse und Petticoat sind auch zahlreiche Damen im Theater. Obwohl seit 60 Jahren physisch tot, lebt das Vermächtnis des mit nur 22 Jahren bei einem Flugzeugabsturz getöteten Musikers und seiner Zeitgenossen weiter.

In Glitzeranzügen und Sonnenbrillen wird erst „rund um die Uhr gerockt“ (Rock Around The Clock), zu viert auf einer Gitarre zu „Cotton Eye Joe“ musiziert und schließlich die „Blue Suede Shoes“ ausgepackt, bevor Jens Holm an der Gitarre, Dirk Posner am Kontrabass, Schlagzeuger Uwe Plociennik und natürlich Gordon alias „Buddy“ die größten Hits der Rock’n’Roll-Ikone als Medley anstimmen. „Würden wir jeden seiner Hits einzeln spielen, säßen wir morgen früh noch da“, erklärt Gordon. „Na mach’ doch!“, schallt es vom ersten Rang.

Sehr kreativ, aber etwas steif in der Hüfte

Ob das gesteppte „Everyday“, virtuos rotierend als Jerry Lee Lewis bei „See You Later Aligator“ auf seinem blinkenden Hoverboard oder begleitet vom „Jipp, jipp“ der singenden Froschhandpuppe „Josephine“ – Buddy und Band interpretieren viele Klassiker auf sehr unterhaltsame, kreative Weise.

Einzig den Paartanzeinlagen von Buddy mit Partnerin Kristin fehlt es ein wenig an der typisch rock’n’rollig, federnden Leichtigkeit. Auch bleibt die Frage, was ein Business-Outfit in schwarz-weiß samt Kleopatra-Perücke mit „Let’s Twist Again“ zu tun haben?

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Als Schlagzeuger Uwe Plociennik plötzlich mit bunt leuchtenden Drumsticks im Dunklen seine Trommeln bearbeitet, keimt ein kurzes „Blue Men Group“-Gefühl auf. Na, tauchen irgendwo blaue Köpfe auf? Apropos Uwe: Sein Wagnis ans Mikro zu „Shake, Baby, Shake“ wird mit lautstarken „Uwe, Uwe, Uwe!“-Sprechchören honoriert.

Wobei die Show des Abends ein Elfjähriger stiehlt, der erst ganz unbedarft im Publikum sitzt, um dann wie ein alter Hase „Tutti Frutti“ von Little Richard am Schlagzeug zu rocken. Gustav heißt der junge Mann und ist trotz seines jungen Alters bereits ein richtiger Profi – ganz der Papa! „Gustav spielt bereits seit vier Jahren und macht das auch nicht umsonst“, erzählt Uwe Plociennik grinsend. 7,50 Euro gibt’s pro Auftritt – Rampenlicht und tosenden Applaus hunderter Zuschauer oben drauf.

Jede Menge Zugaben und eine Zusage

Je länger der Abend, desto ausgelassener die Gäste, die Zugabe um Zugabe einfordern. „Peggy Sue“ folgt „Let’s Have A Party“ und schließlich „Bye, Bye, Love!“ Kein Abschied für immer, denn auch 2020 wird Buddy wieder in Altenburg vorbei schauen: „Im April nächsten Jahres sind wir zurück!“

Von Maike Steuer

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