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Altenburg Bürgerbefragung von Pro Altenburg: Klare Mehrheit für Keplerplatz
Region Altenburg Bürgerbefragung von Pro Altenburg: Klare Mehrheit für Keplerplatz
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16:37 12.03.2019
Peter Müller mit haufenweise Stimmzetteln zur Umfrage, die er und die von ihm geleitete Bürgerbewegung Pro Altenburg zur Straßensanierung gestartet und nun ausgewertet haben. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Der Keplerplatz ist die größte Baustelle Altenburgs im Sanierungsgebiet. Das sieht zumindest die klare Mehrheit der Teilnehmer der von der Bürgerbewegung Pro Altenburg initiierten Umfrage so. Wie Pro-Altenburg-Chef Peter Müller auf OVZ-Nachfrage mitteilte, plädiert fast die Hälfte der Befragungsteilnehmer dafür, den Platz vor der Post nahe des Stadtzentrums zu sanieren. „Das ist eine ganz klare Mehrheit“, so Müller. „Das Votum ist eindeutig.“

141 Altenburger beteiligen sich an der Umfrage

Wie Müller weiter informierte, beteiligten sich insgesamt 141 Altenburger an der Umfrage, die von Anfang bis Ende Februar lief. 63 stimmten per Zettel ab, 78 online, welche der drei Straßen – der Keplerplatz, der Brühl oder die Moritzstraße – am dringendsten generalüberholt werden muss. 66 Skatstädter kreuzten dabei den Keplerplatz an, 35 die Moritzstraße und 30 den Brühl. „Obwohl die Berggasse auf dem Stimmzettel gar nicht zur Auswahl stand, haben sich dennoch sieben für sie ausgesprochen“, ergänzte Müller. „Jeweils einer stimmte für die Schmöllnsche Vorstadt, einer für den Marstall und einer für den Stiftsgraben.“

Alternativen müssen im Sanierungsgebiet liegen

Dass Pro Altenburg die Auswahl vorab auf die genannten drei Straßen beschränkte, liegt daran, dass diese im Sanierungsgebiet Altstadt liegen und nur dafür Geld zur Instandsetzung bereitsteht. Dabei handelt es sich um Einnahmen aus diesem Gebiet, etwa durch Parkgebühren, die wiederum nur für Maßnahmen in dem seinerzeit festgelegten Territorium verwendet werden dürfen. Dieses erstreckt sich vom Pauritzer Teich entlang der Blauen Flut bis zur Teichpromenade, über die Langengasse und den Johannisgraben bis zum unteren Teil der Zeitzer Straße. Von dort verläuft die Grenze etwa in der Mitte der Humboldtstraße, umschließt die Hülsemannsche Villa, die Neustadt und führt über die Friedrich-Ebert- und Dr.-Wilhelm-Külz-Straße zum Pauritzer Teich.

Müller kontert Vorwurf der gesteuerten Umfrage

„Wir sehen uns durch die Umfrage in unserer Meinung bestätigt“, erklärte Müller. „Während die Stadtverwaltung die Moritzstraße erneut instand setzen möchte, können wir hier keine dringende Notwendigkeit erkennen.“ Schließlich sei diese bereits Ende der 1990er Jahre saniert worden. Bezüglich des Vorwurfs, die Umfrage sei durch den expliziten Hinweis „Moritzstraße erneut sanieren“ gelenkt gewesen, entgegnete der Pro-Altenburg-Chef: „In Zeiten knapper Kassen muss man sich den wichtigen Dingen widmen. Und da kann es nicht sein, dass eine Straße zweimal binnen weniger Jahre saniert wird.“

Votum sollen nun Beschlüsse in Gremien folgen

Dass sich die Altenburger – auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ war – mehrheitlich für den Keplerplatz entschieden, überrascht die Bürgerbewegung indes wenig. Denn dieser sei in einem desaströsen Zustand, so Müller. „Dass man hier noch Parkgebühren löhnen muss, ist fast schon ein Hohn.“ Deswegen und aufgrund des Umfrageergebnisses kündigte der Fraktionschef nun einen entsprechenden Antrag im Stadtrat an. Damit wolle man erreichen, dass die Sanierung des Keplerplatzes im Doppelhaushaltsplan 2019/2020 verankert werde, erklärte der Pro-Altenburg-Gründer, der mit dem Echo auf die Umfrage mehr als zufrieden ist. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies nicht einfach wird. Aber wir werden mit entsprechenden Beschlussvorlagen im Bauausschuss sowie Stadtrat für Mehrheiten kämpfen.“

Von Thomas Haegeler

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