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Altenburg Bunte Krippen zur Weihnachtsausstellung auf Burg Posterstein
Region Altenburg Bunte Krippen zur Weihnachtsausstellung auf Burg Posterstein
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19:30 08.12.2017
Weihnachtskrippen aus aller Welt sind derzeit wieder im Museum Burg Posterstein zu sehen. Quelle: Museum Burg Posterstein
Posterstein

Maria, Josef, der kleine Jesus, Ochs und Esel: Wohl jeder kennt sie, die allgemein übliche Ausstattung der klassischen Weihnachtskrippe. Dass die Darstellung von Christi Geburt jedoch bei weitem nicht so starr ist, wie mancher vermuten würde, kann derzeit wieder im Museum auf Burg Posterstein beobachtet werden. Denn die dortige Weihnachtsausstellung beweist auch in diesem Jahr wieder: Die Welt der Weihnachtskrippen ist mehr als abwechslungsreich – und bisweilen sogar knallbunt.

Über 100 farbenfrohe Exponate haben die Verantwortlichen zusammengetragen. Der Anspruch der aktuellen Schau ist es, möglichst international zu denken. „Während wir in den vergangenen Jahren immer einen bestimmten Themenschwerpunkt gesetzt haben, haben wir uns diesmal auf das Motto ’Aus aller Welt’ geeinigt“, erklärt Marlene Hofmann, Marketingverantwortliche des Museums.

Entsprechend vielfältig ist die Schau geraten. Krippen aus Mexiko und Südafrika, aus der Schweiz und Frankreich, von Mallorca oder Teneriffa haben ihren Weg in die Ausstellungsräume gefunden. Die kleinsten Exemplare sind dabei etwa kunstvoll in Blüten arrangiert oder passen teilweise sogar in eine Streichholzschachtel. Andere präsentieren sich besonders ausladend, sind, wie die sogenannten „Retablos“ aus Peru aufklappbar.

Ebenso abwechslungsreich sind auch die verwendeten Materialien. Von Holz und Ton über Zinn und Papier bis hin zu Steinnuss oder Speckstein reicht die Palette. „Die afrikanischen Exemplare sind oft aus schwarzem Ebenholz gefertigt, die peruanischen Krippen sind dagegen sehr farbenfroh“, erklärt Marlene Hofmann. Schnitzkunst trifft auf Töpferhandwerk, abstraktere Darstellungen stehen detailreichen Werken gegenüber.

Ohnehin lohnt sich bei den Exponaten der genaue Blick. So lässt sich die ein oder andere Besonderheit entdecken. „Es sind teils sehr ungewöhnliche Vegetationen oder Tiere zu sehen“, betont Hofmann. So hat sich auf einer peruanischen Krippe etwa anstelle von Ochs und Esel ein Lama ins Bild geschmuggelt, bei anderen Exemplaren ist die Vegetation mit Palmen eher südlich geprägt.

Auch abseits der Krippen hat die Ausstellung wieder einiges zu bieten. Historisches Spielzeug ist ebenfalls zu bewundern. Blickfang dabei dürfte sicherlich eine Puppenstube aus den 1950er-Jahren sein, die es auf stolze 1,8 Quadratmeter Grundfläche bringt. Auch eine Sitzgarnitur aus den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts oder ein Puppenwagen aus der Zeit um 1920 sind zu sehen. Zusätzlich umrahmen Erklärungen zu verschiedenen Weihnachtsbräuchen auf der ganzen Welt die Schau. Und auch der von Kita-Kinder geschmückte Weihnachtsbaum ist wieder mit von der Partie.

Kinder sind es im übrigen auch, die in diesem Jahr für neue Rekorde auf der Burg gesorgt haben, wie Marlene Hofmann auf Nachfrage bestätigt. Nicht nur sei das „Kinderburg“-Konzept, dass sich durch alle Räume zog, sei ein voller Erfolg gewesen – allein 150 Antwortbriefe auf Fragen kleiner Besucher wurden verschickt. „Wir konnten zudem doppelt so viele Familienkarten wie im Vorjahr verkaufen.“ Großer Zuspruch sei auch bei den Familienführungen zu bemerken gewesen, bis zu 60 Teilnehmer seien pro Führung gezählt worden.

Wenig verwunderlich also, dass Hofmann bereits ankündigt, die „Kinderburg“ verlängern zu wollen und auch das Ferienprogramm beizubehalten. Und auch um die Zukunft der Krippenausstellung brauchen sich die Besucher keine Sorgen zu machen. Die auf zwei Privat-Schenkungen basierende und inzwischen auf über 500 Exemplare angewachsene Sammlung werde stetig erweitert. „Sogar der Museumsverein bringt inzwischen regelmäßig Krippen von seinen Fahrten mit“, schmunzelt Hofmann.

Die Weihnachtsausstellung ist noch bis 7. Januar zu sehen.

Von Bastian Fischer

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