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Altenburg CDU startet mit neuem Wahlprogramm und neuen Kandidaten ins Wahljahr
Region Altenburg CDU startet mit neuem Wahlprogramm und neuen Kandidaten ins Wahljahr
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16:50 28.01.2019
Der Kreistag wird am 26. Mai neu gewählt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Mit Überraschungen geizte die CDU am Sonnabend nicht, als sie in Kosma zum Kreisparteitag ihre Kandidatenliste zur Kreistagswahl aufstellte. Zwei davon wurden bereits im Vorfeld bekannt. Zum einen war dies die Ankündigung der Luckaer Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn, für die Union zu kandidieren, nachdem sie zur letzten Kreistagswahl noch für die SPD ins Rennen ging. Zum zweiten landete die CDU mit der erfolgreichen Tanztrainerin Henriette Schaller einen Coup (die OVZ berichtete).

Frauen in der Minderheit

Doch konnte die Union noch mehr prominente Namen für ihre Liste gewinnen. Dazu zählen der Leitermann-Geschäftsführer Stephan Lichtenstein, der ehemalige Schmöllner Stadtbrandmeister Volker Stubbe und der Vize-Präsident der Altenburger Skatstadtbullen, Achim Dathe. Für Aufsehen in Meuselwitz sorgt seit Sonnabend, dass Ex-Bürgermeisterin Barbara Golder erneut kandidiert, obwohl sie sich eigentlich, auch wegen einer schweren Krankheit, aus der Politik zurückziehen wollte, dies im Nachgang allerdings wieder relativiert hatte. Mit ihr kommt erst auf Platz sieben die erste Frau auf der von Männern dominierten Liste. Denn nur 13 der 46 Kandidaten sind weiblich, ein Anteil von 28 Prozent.

Ungvári hört auf

Dennoch wertet CDU-Kreistagsfraktionschef Frank Tanzmann diese Zahl als einen Erfolg, konnte die Union im Vergleich zu 2014 drei Frauen mehr für ihre Liste gewinnen.

Nicht mehr auf dieser steht Altenburgs Ex-Oberbürgermeister Johannes Ungvári, womit sich eine große politische Laufbahn dem Ende neigt. Dafür will es Hans-Joachim Horny aus Gößnitz noch einmal wissen, der, sollte der 78-Jährige gewählt werden, dann als einziger bereits seit dem Mauerfall dem Kreistag angehören würde.

Melzer kann Mandat nicht annehmen

Auf Platz eins steht Uwe Melzer, der damit die Tradition der umstrittenen Kandidaturen fortsetzt, in der Landräte selbst antreten und auch noch die Kreistagslisten anführen. Denn annehmen kann Melzer sein Mandat nicht. Er gehört dem neuen Kreistag Kraft seines Amtes ohnehin an.

Die einzelnen Listenplätze waren vom Kreisvorstand vorgeschlagen und so von der Mitgliederversammlung am Sonnabend einzeln beschlossen worden. Der Ponitzer Bürgermeister Marcel Greunke erreichte mit 53 Ja-Stimmen das beste Ergebnis. Jürgen Ronneburger mit 40 Ja- und 8 Neinstimmen und 5 Enthaltungen hatte eines der schlechtesten.

CDU in Sorge um Dörfer

Melzer stellte zur Versammlung den Entwurf des Programms seiner Partei zur Kommunalwahl im Mai vor. Dort finden sich hochwertige Schulen, die Modernisierung der Kreisstraßen, der Erhalt von Museen und Theater, die Unterstützung von Unternehmen und Vereinen sowie der Ausbau des Radwegenetzes. „Mit Sorge beobachten wir den fortschreitenden Rückzug des Einzelhandels aus dem ländlichen Raum, der schon heute dafür sorgt, dass sich den Bürgerinnen und Bürgern vielfach keine Einkaufsmöglichkeiten vor Ort bieten“, heißt es im Entwurf. „Umso wichtiger ist es, dass öffentliche Verkehrsmittel eine stete Verbindung zwischen den Dörfern, Gemeinden und Städten anbieten. Wir wollen mit der Thüsac einen Modellversuch zum Rufbus initiieren.“

Das Programm soll nun diskutiert werden. Ob es danach formell beschlossen wird, steht noch nicht fest.

Von Jens Rosenkranz

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