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Altenburg Dachstuhlbrand hält Wehren in Wilchwitz in Atem
Region Altenburg Dachstuhlbrand hält Wehren in Wilchwitz in Atem
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12:41 04.07.2019
Ein Dachstuhlbrand hielt am Mittwoch die Wehren in Wilchwitz in Atem. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Wilchwitz/Facebook
Wilchwitz

Großes Aufsehen herrschte am Mittwochnachmittag in Wilchwitz. Weithin sichtbar stand eine Rauchsäule über dem Nobitzer Ortsteil. Der Grund war schnell ausgemacht: In einem Nebengebäude in der Mittelstraße war der Dachstuhl in Brand geraten. In der Folge erlebte das Dorf einen Großeinsatz der Rettungskräfte.

Übergreifen der Flammen wurde verhindert

Gegen 16 Uhr sei der Alarm eingegangen, berichtet der Wilchwitzer Wehrführer Thomas Hermann. Neben den örtlichen Kameraden seien auch Kräfte der Berufsfeuerwehr Altenburg sowie der Wehren aus Klausa, Ehrenhain, Ziegelheim und Langenleuba-Niederhain gemeinsam mit Kräften des Roten Kreuzes und der Polizei zum Einsatzort geeilt. „Insgesamt waren etwa 50 Kameraden im Einsatz“, zählt Hermann auf.

Oberste Priorität sei gewesen, ein Übergreifen der Flammen auf das unmittelbar angrenzende Nachbargebäude zu verhindern. „Das ist uns glücklicherweise auch gelungen.“ Aufgeboten wurde dabei eine Vielzahl an Technik. So kam auch die Drehleiter der Altenburger Wehr zum Einsatz, die Kameraden kämpften teils mit Atemschutzmasken gegen das Feuer, das sich auch durch das Treppenhaus des Gebäudes bis in die unteren Stockwerke fraß.

Herausfordernde Logistik

Vor allem die Logistik sei eine Herausforderung gewesen, berichtet Thomas Hermann. „Wir mussten das Löschwasser aus dem etwa 300 bis 400 Meter entfernten Teich der Firma Kelvion holen.“ Die nächste Entnahmestelle der Gemeinde hätte für diesen Einsatz nicht die nötige Menge Wasser bieten können. Daneben galt es, die zahlreichen Einsatzfahrzeuge in den engen Straßenzügen taktisch günstig zu platzieren. Auch das sei jedoch gelungen.

Einsatz bis in die Abendstunden

Bis in den Abend dauerte der Einsatz an. Der völlig zerstörte Dachstuhl wurde von den Kameraden dabei auch mit einer Schaumabdeckung versehen, um ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern. Das war nicht zuletzt deshalb nötig geworden, da ein Betreten der Konstruktion als zu gefährlich für die beteiligten Kräfte eingestuft wurde. Die richtige Entscheidung, seien doch im Verlauf des Abends immer wieder Teile der Decke eingestürzt. „Insgesamt zwei Mal wurde durch uns schließlich noch einmal per Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei wurden keine Glutnester mehr festgestellt“, fasst Hermann das Ende der Arbeiten zusammen.

Ermittlungen zu exaktem Hergang laufen

Mit dem Ablauf des Großeinsatzes zeigt sich der Wehrführer rundum zufrieden. „Alle Beteiligten haben sehr gut zusammen gearbeitet, das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte hat reibungslos funktioniert“, findet er lobende Worte.

Ausgelöst wurde das Feuer, so der derzeitige Kenntnisstand der Polizei, offenbar durch Kochtätigkeiten. „Verletzt wurde jedoch glücklicherweise niemand“, so Katja Ridder, Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera auf OVZ-Nachfrage. Die exakten Hintergründe zum Brandgeschehen würden nun detailliert ermittelt.

Von bfi

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