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Altenburg Das Niederhainer Schloss braucht niemand mehr
Region Altenburg Das Niederhainer Schloss braucht niemand mehr
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19:12 12.08.2019
Das halbe Schloss in Langenleuba-Niederhain sollte am besten weg gerissen werden, findet unser Autor. Quelle: Mario Jahn
Langenleuba-Niederhain

Für die einen ist es ein kulturhistorisch wertvoller Bau, für die anderen ihre alte Schule. Inzwischen ist das halbe Schloss aber für viele Einwohner der Schandfleck mitten in Langenleuba-Niederhain. Und für einige wenige scheint es sogar ein lohnendes Spekulationsobjekt zu sein. Der markante Barockbau lässt sich aber auch als komplett aus der Zeit gefallener Protzbau irgendwelcher Superreichen ansehen.

OVZ-Autor Jörg Reuter. Quelle: Mario Jahn

Ein konkreter Plan ist nicht in Sicht

Und gerade letztere Sichtweise führt direkt zu der Frage nach Sinn und Unsinn der Auflagen und Vorgaben der Denkmalschützer. Sicher ist es angebracht, ein Auge auf historische Bausubstanz zu haben. Aber es ist falsch, gleichsam wie Messies Denkmäler zu sammeln und sie alle erhalten zu wollen. Nicht zuletzt das halbe Schloss von Niederhain ist dafür beispielhaft, denn es gibt bisher kein überzeugendes Nutzungskonzept. Gedankenspiele, ein Altersheim oder dergleichen nach einer sündhaft teuren Sanierung in dem Denkmal unterzubringen, sind genauso abwegig wie die Hoffnung, dass sich ein Superreicher in Langenleuba niederlässt und sein Vermögen ins Schloss steckt.

Abreißen und auf das Vergängliche anstoßen

Die Wahrheit ist: Das Schloss in Niederhain braucht niemand mehr. Mittel – vor allem staatliche Fördermittel – in das Objekt zu stecken, ist schlichtweg Verschwendung von Ressourcen und Steuergeldern. Das einzige Richtige wäre: Stark sein, ein Tuch für die Tränen nehmen, um dann bei Volksfeststimmung mit Sekt auf den beginnenden Abriss, die schöne alte Zeit und das Vergängliche anzustoßen.

altenburg.redaktion@lvz.de

Von Jörg Reuter

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