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Altenburg Das Wieratal wird Teil von Altenburg oder Nobitz
Region Altenburg Das Wieratal wird Teil von Altenburg oder Nobitz
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19:30 13.01.2017
Im Podium zur Einwohnerversammlung saßen unter anderem die Gemeinderäte Heiner Wagner und Katrin Petzold (v.l.) sowie Katrin Sporbert (r.) mit Michael Wagner (2.v.r.). Quelle: Jörg Reuter
Frohnsdorf

In Frohnsdorf fiel am Donnerstagabend der Startschuss für eine Reihe von Einwohnerversammlungen zur Gebietsreform in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal und der Gemeinde Nobitz, bei denen die jeweiligen Bürgermeister und Gemeinderäte gegenüber den Einwohnern Rede und Antwort stehen. „Wir wollen mit Ihnen diskutieren, wie wir unsere Ziele verwirklichen können und was wir in unseren Orten zukünftig erhalten wollen, und dazu Ihre Vorschläge und Gedanken hören. Es geht nicht um Sinn oder Unsinn der Gebietsreform“, macht Bürgermeister Michael Wagner (CDU) gleich am Anfang klar, was das Ziel der Einwohnerversammlungen ist.

Denn so wie die Dinge derzeit liegen, komme die Gebietsreform im Großen und Ganzen so, wie sie von der Landesregierung geplant sei. Was für die Gemeinden der VG bedeute, sie müssten sich jetzt positionieren und die Freiwilligkeitsphase nutzen, erläuterte Wagner. Schon auf Grund der geografischen Gegebenheiten in Verbindung mit den geforderten Einwohnerzahlen, die die Gemeinden Thüringens nach dem Willen der rot-rot-grünen Koalition in Erfurt haben sollen, liegt eine Fusion des Wieratals mit Nobitz nahe. Im Falle eines freiwilligen Zusammenschlusses, der jetzt unter den Bedingungen des Vorschaltgesetzes möglich ist, könnte vertraglich festgeschrieben werden, was die Einwohner von Frohnsdorf erhalten möchten. Nach einer Fusion mit Nobitz könnte zudem die so genannten Hochzeitsprämie, 100 Euro pro Kopf, kassiert werden.

„Und was passiert, wenn wir gar nichts tun?“, fragte Gemeinderätin Katrin Petzold (parteilos). Dann würde Frohnsdorf irgendwann 2018 in eine andere Kommune zwangseingemeindet und es würde kein extra Geld vom Freistaat geben. Außerdem wäre es nicht sicher, dass das Wieratal zu Nobitz kommt, es könnte dann auch zu Ortsteilen von Altenburg werden, weil ohne das Wieratal Nobitz nicht die geforderten Einwohner bringt und Gefahr läuft, zerschlagen zu werden, so Wagner. Die Bürgermeister von Altenburg, Michael Wolf (SPD), und Schmölln, Sven Schrade (SPD), hätten bereits Interesse an Nobitzer Ortsteilen angemeldet, so der anwesende Nobitzer Gemeindechef, Hendrik Läbe (SPD).

Darüber hinaus gab Klaus Börngen (Die Linke), derzeitiger VG-Chef und Bürgermeister in Göpfersdorf, ebenfalls vom Publikum aus zu bedenken, das Wieratal sei dauerhaft nicht lebensfähig, weil dessen Verwaltung pro Kopf zu teuer ist. Netto würden alle Verwaltungsgemeinschaften im Kreis in etwa 450 000 Euro brauchen. Im Wieratal verteilte sich dies auf rund 3400 Einwohner, in der Pleißenaue beispielsweise auf 5300. „Das ist unser Problem“, so Börngen. Und es sei illusorische Träumerei zu glauben oder zu hoffen, dass die Dörfer mit mehr und soviel Geld ausgestattet werden, dass sie alleine zurecht kommen, schon weil der Freistaat zukünftig weniger Geld habe, ergänzte der Ziegelhiemer Bürgermeister Mario Rohr (CDU).

Von Jörg Reuter

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