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Altenburg Debatte um Kita-Gebühren führt zu Streit unter Altenburger Stadträten
Region Altenburg Debatte um Kita-Gebühren führt zu Streit unter Altenburger Stadträten
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08:21 16.03.2019
Die Altenburger Stadträte Christoph Zippel und Sandra Kretschmann (beide CDU, vorne von rechts) werfen ihrer Kollegin Mandy Eißing (Linke) vor, mit Falschaussagen zur Kita-Finanzierung der Stadt zu schaden. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Diskussion um die Höhe der Kita-Gebühren in Altenburg führt nun auch zu Streit unter Stadträten. Schon weil alle Kindertagesstätten von freien Trägern betrieben werden, sei „der Vorwurf, die Stadt würde sich an den Elternbeiträgen bereichern, mehr als absurd“, sagte CDU-Fraktionschef Christoph Zippel in Reaktion auf die Angriffe von Landeselternvertretung und Bildungsministerium. „Die freien Träger kalkulieren ihre Kosten selbst und erhalten hierfür Zuschüsse von Stadt und Land sowie die Beiträge der Eltern.“

CDU-Fraktionschef sieht „linke Nummer“ zum Schaden der Stadt

Diese Zusammenhänge seien im Stadtrat mehrfach eindeutig erklärt worden, so Zippel weiter. „Das zeigt, dass die Linken das Thema bewusst skandalisieren, um die Eltern zu verunsichern. Das ist eine ganz linke Nummer zum Schaden unserer Stadt.“ Seine Fraktionskollegin Sandra Kretschmann zeigte sich persönlich enttäuscht von Stadträtin Mandy Eißing (Linke), die die Lawine ins Rollen brachte. „Ob sich Frau Eißing bewusst war, welche Folgen die Schlagzeile ‚Familienunfreundlichste Gemeinde: Altenburg‘ für das Image der Stadt hat?“, sagte sie und appellierte an Eißing, dass sie „nicht ihre Heimatstadt mit Falschmeldungen in Verruf bringen“ soll.

Linke-Stadträtin fordert Entlastung für Eltern

Eißing zeigte sich davon unbeeindruckt. „Eltern und Kinder finanziell überdurchschnittlich zu belasten, ist kein Weg für eine Stadt wie Altenburg“, konterte sie. „Altenburg gibt viel weniger Geld für den Betrieb von Kindertagesstätten aus als die anderen Gemeinden in Thüringen. Da müssen wir ansetzen und ganz konkret für unsere Familien Entlastung schaffen.“

Darüber hinaus stört sich Zippel an der Rolle von Bildungsminister Helmut Holter (Linke), der eine kommunalaufsichtliche Prüfung der Sache anstieß. „Frau Eißing macht bewusst mit falschen Zahlen Stimmung und Herr Holter spielt dieses Spiel mit“, so der CDU-Fraktionschef. Angesichts von Lehrermangel, Unterrichtsausfall und dem völlig verkorksten Schulgesetz hat Herr Holter genügend Baustellen in seinem Ministerium.“

Von Thomas Haegeler

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