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Altenburg „Delikaterie“ in der Baderei macht nach eineinhalb Jahren dicht
Region Altenburg „Delikaterie“ in der Baderei macht nach eineinhalb Jahren dicht
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09:10 15.06.2019
Vor rund eineinhalb Jahren eröffnete die „Delikaterie“ in der Altenburger Baderei. Nun verkünden Zettel im Schaufenster das Aus am 21. Juni. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Schluss, aus, Feierabend! Nachdem bereits vor einigen Wochen der Bistrobetrieb in der „Delikaterie“ eingestellt wurde, schließt am 21. Juni auch der angegliederte Shop in der Baderei 11. Eine Entscheidung, die dem Vernehmen nach mit dem laufenden Insolvenzverfahren des Betreibers, der Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik, in Verbindung steht. Eine OVZ-Anfrage an den vorläufigen Insolvenzverwalter Kai Dellit von der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm blieb bis Freitag unbeantwortet.

Die Turbulenzen des Altenburger Traditionsunternehmens waren Mitte April publik geworden, wobei Geschäftsführer Michael Schenk betonte, dass das Unternehmen das Jahr 2018 mit guten Gewinnen und äußerst erfolgreich abgeschlossen habe. Als Gründe für die Schieflage nannte er unter anderem übernommene Altlasten des Vorbesitzers und Produktionsausfälle.

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Katerstimmung in der Baderei 11

In der Baderei 11 herrscht unterdessen Katerstimmung. Der Ausverkauf des auf Delikatessen und Produkte der Destillerie spezialisierten Ladens läuft und für die drei Angestellten markiert der nächste Freitag gleichzeitig den letzten Arbeitstag. Wie es nach der Schließung weitergeht, darüber existieren bislang nur Spekulationen. Jedoch wird laut OVZ-Informationen der Verkauf des gesamten Gebäudes angestrebt.

Das Ende der „Delikaterie“, die erst vor rund eineinhalb Jahren eröffnete, reiht sich ins anhaltende Laden-Sterben im Bereich der Baderei. Nachdem bereits Ende Mai die „Teehexe“ und der Kreativladen der Lebenshilfe aus finanziellen Gründen die Segel gestrichen haben, lädt Cornelia Kirmse in der Baderei 2 am heutigen Samstag nochmals von 10 bis 13 Uhr zum „Großen Restpostenverkauf“ in ihren Laden für Wolle und Kurzwaren ein. Laut einem Plakat in ihrem Schaufenster muss sie das Geschäft aus „gesundheitlichen Gründen“ aufgeben.

Von Maike Steuer