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Altenburg Der Auftritt der Dresdner Kult-Band in Altenburg bleibt hinter allen Erwartungen
Region Altenburg Der Auftritt der Dresdner Kult-Band in Altenburg bleibt hinter allen Erwartungen
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18:17 01.04.2019
DEKAdance mühen sich redlich um Stimmung im Logenhaus. Quelle: Jörg Reuter
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Altenburg

Es war schade und ein wenig traurig, aber vom Konzert der Kabarett-Musiker von DEKAdance am Freitagabend im Altenburger Logenhaus gibt es nicht viel Positives zu berichten. Außer dass sich wirklich alle bemüht haben – angefangen bei der Band über die Leute vom Haus bis hin zum Publikum –, wenigstens ein bisschen gute Stimmung aufkommen zu lassen. Doch das gelang nicht wirklich, denn DEKAdance mussten gegen einen praktisch leeren Saal anspielen.

Inklusive der achtköpfigen Kapelle, ihrer Technikcrew, den Leuten vom Haus und dem Publikum waren keine 40 Leute im altehrwürdigen Logenhaus. Dabei hätte DEKAdance wenigstens 100 Leute gebraucht. Unter anderem, weil das Programm auch Passagen enthält, die das Publikum einbezieht. Was dann etwas albern wirkt, wenn fast keiner da ist. Doch die Dresdener Musiker um Bert Stephan sind eben keine klassische Rockband, die ein Konzert gibt.

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DEKAdance hätte mehr Publikum gebraucht

Angewiesen auf ein größeres Publikum war die Band darüber hinaus in Bezug auf den Saal. Der ist zwar wunderschön und bietet eine optisch tolle Kulisse, doch akustisch ist dieser eher für Veranstaltungen ohne Verstärker ausgelegt. Erst recht, wenn es wie am Sonnabend fast leer ist. Denn dann bereiten der aalglatte Parkettboden und die nicht minder ebenen Wände samt der hohen Decke große Probleme. Ohne Publikum, das den Schall dämpft, kann dort der Sound nicht funktionieren, was grundsätzlich bei Livemusik ein Stimmungskiller ist.

Wenn es wie bei den Blödelrockern von DEKAdance ganz wesentlich auch auf die Worte und Liedtexte ankommt, von denen aber wegen des Sounds nur wenig oder nichts zu verstehen ist, geht nahezu alles von dem verloren, was DEKAdance ausmacht. Unterm Strich ein Gastspiel, das eigentlich alle Wünsche offengelassen hat und doch mehr verdient hätte.

Von Jörg Reuter

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