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Altenburg Dickhäuter beziehen ihr Winterquartier im Starkenberger Ortsteil Kostitz
Region Altenburg Dickhäuter beziehen ihr Winterquartier im Starkenberger Ortsteil Kostitz
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15:16 14.01.2019
Die drei Elefantenkühe des Zirkus Afrika bezogen 2018 erstmals ihr neues Winterquartier in Starkenberg.
Die drei Elefantenkühe des Zirkus Afrika bezogen 2018 erstmals ihr neues Winterquartier in Starkenberg. Quelle: Jörg Reuter
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Starkenberg

Vor etwa einem Jahr sorgten Elefanten-Sichtungen in der Gemeinde Starkenberg für Gesprächsstoff und Verwunderungen. Wie sich dann schnell herausstellte, gehörten die Tiere dem Circus Afrika beziehungsweise dessen Chef Hardy Weisheit, der auf einem alten Betriebsgelände im Starkenberger Ortsteil Kostitz ein Winterquartier für sein Unternehmen gefunden hat. Ab dem heutigen Mittwoch werden die Artisten mit ihren Tieren samt den gewichtigen Dickhäutern Tonga, Gandi und Moya wieder vor Ort sein, informiert der Circusdirektor auf OVZ-Anfrage.

Bettel-Clowns gehören nicht dazu

Nicht zum Circus Afrika gehören derweil Clowns, die um Futter bitten. „Das ist mir ganz wichtig klarzustellen: Das sind Betrüger, die mit einem vermeintlichen Tierleid betteln gehen“, spricht Weisheit das Thema an, über das er in den vergangenen Tagen mehrfach per Telefon informiert worden sei. Demnach soll es eine Gruppe geben, die teils in Clownskostümen von Haus zu Haus ziehen, behaupten, sie kämen vom Zirkus und seien auf der Suche nach Futter für ihre Tiere. „Das sind nicht unsere Leute. Wir würden nie an den Türen hausieren und betteln – und auch nicht in Clownskostümen durch die Stadt laufen“, stellt Weisheit klar. Ungeachtet dessen würden sich die Zirkusleute aber selbstverständlich über Futterspenden freuen, antwortet der Dompteur auf Nachfragen der OVZ.

Bis Donnerstag läuft die Anreise

Bis zum nächsten Saisonstart wird der Zirkus in Starkenberg mit insgesamt 35 Tieren verweilen. Darunter sind neben den beiden Indischen Elefantenkühen und der Afrikanischen Dickhäuterdame auch Pferde, Kamele und so weiter. „Komplett werden wir aber erst ab Donnerstag im Winterquartier sein, bis dahin läuft noch die Anreise noch“, so Weisheit, der dann mit rund zehn Leuten bis zum Frühjahr übergangsweise in Kostitz leben und sich um das Wohl der Tiere kümmern wird.

Bald zehn Jahre hatte der Circus Afrika nach einem dauerhaften Winterquartier für das Team und die Tiere gesucht. Im Starkenberger Ortsteil Kostitz wurde das Familienunternehmen dann im vergangenen Jahr fündig. Dort pachtete Weisheit das seit einiger Zeit ungenutzte, fast 30 000 Quadratmeter große Areal samt der darauf befindlichen Gebäude, wo einst ein Betonwerk und ein Baustoffhandel ansässig waren.

Laut Weisheit gehört ihm inzwischen das Gelände. Vor allem die großen säulenlosen Hallen sind das, was der Zirkus brauche, denn diese bieten den Tieren reichlich Platz zum freien Bewegen.

Angst müsse in Starkenberg niemand haben, versichert Weisheit.

Von Jörg Reuter