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Altenburg Die Altenburger Jugend setzt sich am Kindertag für das Klima ein
Region Altenburg Die Altenburger Jugend setzt sich am Kindertag für das Klima ein
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17:11 14.09.2019
Im März demonstrierten Altenburger Schüler erstmals für Klimaschutz. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Ein halbes Jahr nach der bisher einzigen Fridays-for-Future-Aktion in Altenburg nehmen junge Klimaschützer im Landkreis einen neuen Anlauf. Und das zu einem symbolischen Datum: Sie wollen den Weltkindertag, den neuen Thüringer Feiertag, dafür nutzen, sich für Kinder und die Kinder der Zukunft einzusetzen.

Die Folgen des Klimawandels sind jetzt schon spürbar. Deshalb wollen die Fridays-for-Future-Jugendlichen in Altenburg ein Zeichen für künftige Generationen setzen, die unter den Folgen noch weitaus mehr zu leiden haben werden. „Wir rufen die Politik auf, endlich zu handeln, und wollen gemeinsam am 20. September gemeinsam demonstrieren und danach mit einer Müllsammelaktion uns selbst aktiv für ein grüneres Altenburg einsetzen“, sagt Ulrike Mühlhaus, Mitorganisatorin der Aktion.

Treffpunkt ist am Bahnhof Altenburg

Treffpunkt ist an besagtem Freitag der Altenburger Bahnhof, von wo aus um 10 Uhr der Demonstrationszug durch Altenburg starten wird, der um 12 Uhr am Markt endet. Zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr sammeln die Beteiligten gemeinsam Müll im Stadtgebiet.

Seit der letzten Aktion im März, die in Altenburg stattgefunden hat, ist Ulrike Mühlhaus in einer WhatsApp-Gruppe von Altenburger Jugendlichen, die sich für Fridays for Future engagieren. „In der Gruppe kam vor ein paar Wochen die Anfrage, ob wir in Altenburg auch etwas am Kindertag organisieren. Da habe ich mich mit ein paar anderen zusammengetan und die Organisation übernommen“, erzählt die Abiturientin. Einmal in der Woche treffen sich die fünf Organisatoren, um alles Nötige zu besprechen. Mitorganisatorin Irma hat dafür eigens ein Altenburg-typisches Logo entworfen, das die Fünf vor allem bei Social Media nutzen.

„Beim letzten Mal waren es 50 bis 60 Leute, die zur Demonstration gekommen sind. Es wäre schon cool, wenn diesmal genauso viele oder vielleicht sogar mehr kommen“, sagt Ulrike Mühlhaus. Immerhin ist der 20. September ein Feiertag, Arbeit oder Schule stehen einer Teilnahme schon mal nicht im Weg. Für die 19-Jährige wird es das letzte große Ding sein, das sie für Fridays for Future im Altenburger Land organisiert, denn sie geht ab Oktober nach Lüneburg für ein Studium der Umweltwissenschaften. Das Thema beschäftigt sie jedoch nicht erst sein Greta Thunberg, sondern schon seit 2016.

Die Altenburger Jugend hält zusammen

Symbolischerweise sind die Jugendlichen von Fridays for Future bei dieser Aktion nicht allein, sondern erhalten nach der Demonstration die Unterstützung von der neuen Altenburger Jugendinitiative „Jugend Macht“, die nach der Müllsammelaktion, initiiert von der Jugendbeteiligung Altenburg, am Freitag ab 16 Uhr den ersten Altenburger Klimatalk im Jugendcafé Jucé organisiert.

Valentin Rühlmann vom Jugendforum Altenburg und Alexander Fischer von der katholischen Romero-Jugend Altenburg moderieren das Gespräch zum Thema Umwelt und klimafreundliches Bauen und wollen im Anschluss gemeinsam mit interessierten Jugendlichen einen Brief mit Klimazielen an die Stadt Altenburg schreiben.

Klimaforderungen des Jugendforums

Das Jugendforum Altenburg will die Stadt Altenburg mit einem Brief auffordern, bestimmte Klimaziele bei Unternehmen in Altenburg durchzusetzen. Das sind die ersten Ideen der engagierten Jugendlichen:

Hinweise auf Fahrgemeinschaften bei öffentlichen Veranstaltungen

Hinweise vonseiten der Stadt, wann Leihobjekte eventuelle Neuanschaffungen ersetzen könnten

Erstellen einer Liste mit lokalen Lebensmittelproduzenten für Eventcatering

Werbemittel sollten nur klimaneutral gedruckt werden. Dazu stellen die Briefeverfasser eine Liste mit möglichen Anbietern zur Verfügung

Vor der Genehmigung neuer Projekte soll der Antragsteller offenlegen, welche Emissionen entstehen oder vermieden werden könnten

Dazu haben sie sich den Experten Thomas Penndorf vom Lebensgut Cobstädt eingeladen. Er soll erklären, warum klimafreundliches Bauen in Städten wie Altenburg ein dringendes Thema ist. „Im Anschluss können die Interessierten bei Musik die Themen fortführen, in lockerer Atmosphäre“, sagt Fischer.

OVZ-Serie zum Weltkindertag

Am 20. September zelebrieren die Thüringer erstmals einen neuen gesetzlichen Feiertag – den Weltkindertag. Vor 65 Jahren verknüpften die Vereinten Nationen dieses Datum mit einen bewussten Blick auf die speziellen Rechte der Kinder. Die OVZ hakt vorab in einer kurzen Serie nach: Inwieweit können Kinder im Altenburger Land tatsächlich mitreden, welche Sorgen drücken sie, wie familienfreundlich ist der Landkreis?

Von Katharina Stork

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