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Altenburg Die Kleinsten ganz groß: Am Freitag startet die Aktion Insektensommer
Region Altenburg Die Kleinsten ganz groß: Am Freitag startet die Aktion Insektensommer
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15:14 30.05.2019
Der Nabu ist den Insekten auf der Spur und braucht dafür ab heute tatkräftige Unterstützung. Quelle: Nabu/Tomas Rodrigez
Altenburg

Thüringer Naturfreundinnen und Naturfreunde sind vom 31. Mai bis zum 9. Juni sowie vom 2. bis 11. August aufgerufen, das Summen und Krabbeln in ihrer Umgebung zu beobachten. Der Naturschutzbund (Nabu) ruft wieder zur Aktion Insektensommer auf.

„Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es unseren Insekten immer schlechter geht“, erklärt Ronald Bellstedt, der Sprecher des Landesfachausschusses für Entomologie im Nabu Thüringen. „Mit dem Insektensommer möchten wir auf die enorme Bedeutung der Insekten für das Ökosystem und uns Menschen aufmerksam machen und für den Schutz der kleinen Krabbler werben.“ Jeder könne während der Aktion mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. „Jedes Insekt zählt. Prinzipiell kann dem Nabu jedes gesehene und erkannte Insekt gemeldet werden“, ermuntert Bellstedt.

Acht Kernarten stehen im Fokus

Die Insektenwelt ist allerdings enorm vielfältig. Es gibt daher pro Meldezeitraum acht Kernarten, nach denen die Teilnehmer möglichst auf jeden Fall schauen sollten. Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. „Im Zählzeitraum von Mai und Juni legen wir einen Fokus auf die acht Kernarten Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege. Generell können aber alle Insekten gemeldet werden.“ Später im August stehen Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd im Fokus.

Eine Stunde lang wird gezählt

Gezählt wird, wie bei der Stunde der Gartenvögel, eine Stunde lang. Um möglichst viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und möglichst windstiller Tag am besten geeignet. Das Beobachtungsgebiet sollte allerdings nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die Nabu-App „Insektenwelt“ für iOS und Android. Mit der fotografischen Erkennungsfunktion können die Tiere mit dem Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden. Außerdem bietet die App Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen, berichtet der Nabu.

Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom Nabu ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet aktuell zum zweiten Mal statt. Zur Premiere im vergangenen Jahr beteiligten sich 18 000 Menschen mit über 7300 Beobachtungen.

Von OVZ

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