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Altenburg Drei, die anpacken: Im Altenburger Paul-Gustavus-Haus steht der neue Vorstand
Region Altenburg

Drei, die anpacken: Altenburger Paul-Gustavus-Haus mit neuem Vorstand

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08:02 05.06.2021
Sie haben Pläne für die Zukunft des Paul-Gustavus-Hauses. Daniel Frotscher, Manuela Naumann und Tobias Scheibner (v.l.)
Sie haben Pläne für die Zukunft des Paul-Gustavus-Hauses. Daniel Frotscher, Manuela Naumann und Tobias Scheibner (v.l.) Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Sie haben einiges vor in dem denkmalgeschützten Gebäude in der Altenburger Wallstraße 29. Daniel Frotscher, Manuela Naumann und Tobias Schreibner gehören zum Vorstand des Fördervereins Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus Altenburg. Seit März sind sie frisch im Amt, mit insgesamt acht Mitgliedern bilden sie die Spitze des Vereins – aber es gibt noch weitere aktive Vereinsmitglieder, die sich im Paul-Gustavus-Haus einbringen, betonen die drei im Gespräch.

„Das ist Kompetenzbündelung“, sagt Daniel Frotscher. Jedes der Mitglieder bringt eigenes Können und Wissen mit, das letztendlich dem gesamten Verein und dem Haus zu Gute käme. Und das der Wechsel nun mitten in der Pandemie stattgefunden hat, sei für die Arbeit eher gut gewesen, erklärt Manuela Naumann. So gab es zumindest etwas Ruhe, um sich zurecht zu finden – vor der Pandemie fanden rund 90 Veranstaltungen im Jahr im Paul-Gustavus-Haus statt. Das, so die drei, soll weiter gehen, wenn es wieder möglich ist. Seitdem der neue Vorstand steht, sind nicht nur neue Mitglieder zum Verein gestoßen, Pläne werden geschmiedet, wie es künftig auf dem Gelände und im Haus weitergehen soll.

Neuer Drive mit neuem Vorstand

Jetzt jedoch steht erstmal eins auf dem Plan: Renovieren und die Substanz erhalten. „Eigentlich wollten wir die oberen Räumlichkeiten fertig machen, nun geht es ganz unten los, im Keller“, erklärt Frotscher. „Der Erhalt des Hauses steht derzeit im Vordergrund.“ Jetzt wird das Haus eben von unten nach oben belebt, sagen sie. „Und im Sommer geht es sowieso raus“, ergänzt Manuela, allein schon wegen Corona. Das wichtigste aber: Es wird wieder was passieren. Nicht nur im Bereich Veranstaltungen, neben regelmäßigen Treffen wie beispielsweise dem Kaffeeklatsch, den es jedem Sonntag gibt, soll das ganze Haus ein sozio-kulturelles Zentrum werden. Platz für Kreative, Künstler, vielleicht ein Atelier, vielleicht ein gemeinsamer Arbeitsplatz für alle, die Lust haben – die Ideen sind da.

„Wichtig ist, dass wir in die Zukunft denken und damit die Jugend begeistern. Da soll es neue Formate geben, wie Workshops zum Beispiel“, so Frotscher. „Und das fängt bereits an“, ergänzt Tobias Scheibner. „Im Sommer hatten wir mit der Spätschicht mehr jüngeres Publikum. Die zu halten, das ist dann die Herausforderung.“ Helfen kann dabei vielleicht die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Rote Zora, wo Scheibner sich ebenfalls engagiert.

Ehrenamtliche Vereinsarbeit für Altenburg

Das, was in der Wallstraße organisiert und veranstaltet wird, machen die drei, wie alle Vereinsmitglieder, im Ehrenamt. Das ist Arbeit, aber es seien die Menschen und das Haus, in das sie sich alle ein bisschen verguckt haben, erzählen sie. Mitmachen und vorbei kommen kann übrigens auch jeder, der Interesse hat. Naumann ist von Anfang, seit 2009, mit dabei. „Hier steckt unheimlich viel Herzblut drin“, sagt sie. Das Haus war damals in keinem guten Zustand. „Es ist einfach eine Chance“, findet Frotschner. Und Scheibner bringt es auf den Punkt. „Das Paul-Gustavus-Haus ist so, wie es ist, auch einzigartig hier in Altenburg und hat eine Strahlkraft nach außen.“ Er sagt, ohne das Haus und die Rote Zora wäre er wohl nicht mehr hier geblieben.

Von Vanessa Gregor