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Altenburg E-Scooter starten verhalten im Altenburger Land
Region Altenburg E-Scooter starten verhalten im Altenburger Land
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11:52 13.08.2019
In Berlin gehören E-Scooter schon zum Alltag im Straßenbild. In Altenburg sind sie dagegen kaum präsent. Quelle: dpa
Altenburg

Seit dem 15. Juni ist es soweit: E-Scooter, elektrische Tretroller, sind immer präsenter im Verkehrsbild großer Städte wie Berlin oder München. Vor allem kurze Strecken zu Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel werden damit gerne auf dem Arbeitsweg zurückgelegt. Aber wie sieht es abseits der Großstadt aus? Flitzen die lautlosen Gefährte auch bald in Altenburg und im Landkreis Altenburger Land durch die Straßen?

Fragt man bei den Fahrradläden im Landkreis nach, sieht es nicht danach aus. Kati List, Inhaberin des Fahrraddienstes Peter Mende, sieht die ganze Sache noch etwas kritisch. In ihrem Sortiment sind die E-Scooter zwar noch nicht vertreten, ausschließen würde sie den Verkauf jedoch nicht. Trotzdem weist sie auf Risiken hin: „In Köln bin ich selbst Probe gefahren. Und einfach losfahren ist schwierig – das muss man üben.“ Vor allem nachts würde es mit der Sicht gefährlich und auch, wenn viele Fußgänger unterwegs seien. „Das Kopfsteinpflaster und die Straßen im Landkreis sind nicht geeignet,“ gibt List außerdem zu Bedenken. „Das Fahren macht schon Spaß“, gibt sie zu. „Aber nur, wenn man alleine auf der Straße ist.“

Auch bei den Versicherungen sieht es mau aus

Auch Gerd Schulze von Zweirad Schulze in Schmölln hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob er die E-Scooter zum Verkauf anbieten wird. „Wir wollen keine Schnellschüsse. Wir warten noch ab, was die Industrie in Zukunft zu bieten hat“, sagt er. Noch hätten nicht viele Kunden nach E-Scootern gefragt. Für das Altenburger Land und die ländliche Gegend sei der E-Scooter eine schwierige und vor allem sehr teure Investition. Die fehlende Helmpflicht sei außerdem ein wichtiger Punkt.

Bei Obi gibt es die E-Scooter zwar im Internet zu kaufen, aber auch in der Filiale Windischleuba sind keine vor Ort erhältlich. Ähnliche Erfahrungen wie die Fahrradhändler macht auch die Versicherungsabteilung der Sparkasse Altenburger Land. Susanne Scholz, Leiterin der Vertriebsorganisation, stellt auch „eine verhaltene Nachfrage an E-Scooter-Versicherungen im Altenburger Land, zumindest im Moment noch,“ fest. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist nämlich Pflicht, wenn man den E-Scooter zulassen will. Der Kostenfaktor ist dabei kein ausschlaggebender Aspekt, denn beispielsweise bei der Altenburger Versicherung der Huk Coburg erhält man die selbstklebende Versicherungsplakette schon ab 13,50 Euro.

Von Katharina Stork

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