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Altenburg „Ein ganz zentrales Themenfeld dabei ist das Wohnen im Alter“
Region Altenburg „Ein ganz zentrales Themenfeld dabei ist das Wohnen im Alter“
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05:00 17.01.2017
Im Gemeinschaftsraum spielen Waltraud Schmidt, Rosi Freitag, Ingrid Gottschlich und Edith Groschupp (v.l.) Mensch ärgere Dich nicht. Wer nicht mehr fit genug ist, um in der Mietwohnung allein zurechtzukommen, aber ansonsten noch fit ist, für den ist das betreute Wohnen im Zweifel angebrachter als das Seniorenheim. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Altwerden ist heute nicht mehr in Mode. Allerorten gaukeln Schönheitsdoktoren und Cremehersteller das Idealbild einer ewigen Jugend vor und die Rolling Stones suchen jenseits der 70 immer noch nach Satisfaction. Doch die vier Briten sind jene Ausnahme, die die Regel bestätigt. Denn die Realität vieler Menschen sieht anders aus. Spätestens ab den 70. Geburtstag nehmen die Gebrechen spürbar zu und das Bewältigen des Alltags wird immer schwieriger.

Was das heißt, wissen Karola Brunsch und Hortense Weikert von der ehrenamtlichen Anlaufstelle für Senioren aus vielen Gesprächen und eigenem Erleben. Seit rund einem Jahr bieten die engagierten Mitstreiter des Projekts, zweimal pro Woche – dienstags von 12 bis 14 Uhr im Seniorenclub Südost und donnerstags zur gleichen Zeit im Seniorentreff Nord – Beratungsstunden an. „Ein ganz zentrales Themenfeld dabei ist das Wohnen im Alter“, erklärt Weikert. Wer auf die 75 zugehe, könne nicht mehr einfach wie gewohnt drei Treppen auf und ab zur eignen Wohnung, weiß sie von sich selbst. Andererseits möchten ältere Mensch bis weit in den Lebensabend hinein selbstständig bleiben, am bestenfalls in den eigenen vier Wänden.

Dabei sei Hilfe oft nötigt, weil sich die Leute schon im Dschungel der Begriffe zwischen seniorenfreundlich, behindertengerecht, barrierefrei, betreutem Wohnen oder Seniorenheim kaum zurecht finden. „Nicht alles, was es gibt und angeboten wird, ist nötig und für die Betroffenen finanzierbar“, erläutert Hortense Weikert. Dazu kommen, dass derzeit eine Vielzahl von Anbietern auf den Markt drängen. Zwar belebt Konkurrenz das Geschäft, doch die Unübersichtlichkeit wächst und der Druck, freie Plätze zu vermieten. Deshalb ist Beratung beim Hausarzt, der Pflegekasse und unabhängigen Stellen wie der Anlaufstelle sinnvoll. „Lieber einmal mehr nachfragen als einmal zu wenig“, rät Brunsch.

Davor brauchte sich niemand scheuen, so Weikert, wissend, dass die Generation Rolling Stones Berührungsängste mit dem Begriff Senioren hat. Doch irgendwann können die Leute Gardinen nicht mehr alleine aufhängen oder der Verlust des Partners stellt das Leben auf den Kopf. Aber allein schon ein Umzug ist für die Betroffenen eine Hürde. Die Leute fürchten die Kosten, die körperlichen Anstrengungen oder sie haben Angst, sich im neuen Umfeld nicht mehr zurechtzufinden. „Bei uns gibt es dann beispielsweise Adressen von Ansprechpartnern, wir beraten, welche Wohnform passt, und geben Ratschläge aus unserer Erfahrung“, sagt Brunsch.

Arbeitsgrundlage dafür sei unter anderem der „Wegweiser für Senioren im Altenburger Land“, dessen Mitherausgeber die Anlaufstelle ist, die aus dem Seniorenbeirat hervorging. Ausgehend von den Beratungen unter der Devise Senioren helfen Senioren, verleihen Weikert, Brunsch und Co. nach wie vor den älteren Leuten eine Stimme und machen auf deren Probleme aufmerksam. „Haben Sie schon einmal gesehen, wie eine Rentnerin mit Rollator in den Bus einsteigt, wenn es keine modernen Haltestellen gibt?“, verweist Weikert auf nur ein Problem älterer Menschen, für dessen Lösung sich die Leute von der Anlaufstelle stark machen.

Von Jörg Reuter

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