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Altenburg Einbruchserie in Starkenberg: Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnungen
Region Altenburg Einbruchserie in Starkenberg: Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnungen
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11:11 18.03.2016
Die Nerven der Bürger in Starkenberg liegen blank: Auf dem Auto, welches den mutmaßlichen Tätern zugeordnet wird, war diese Drohung zu lesen. Inzwischen ist das Fahrzeug aus dem Ort verschwunden.
Die Nerven der Bürger in Starkenberg liegen blank: Auf dem Auto, welches den mutmaßlichen Tätern zugeordnet wird, war diese Drohung zu lesen. Inzwischen ist das Fahrzeug aus dem Ort verschwunden. Quelle: Foto: privat
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Starkenberg

Der Druck auf die Beschuldigten, die verdächtigt werden, hinter der Einbruchsserie in Starkenberg zu stecken, wird größer. Am Mittwoch fand bei den mutmaßlichen Tätern eine Wohnungsdurchsuchung statt, erklärt die zuständige Staatsanwaltschaft in Gera auf Anfrage der Osterländer Volkszeitung. Bei diesem Einsatz seien sowohl Beweismittel sichergestellt worden wie auch vermeintliches Diebesgut. Festnahmen gab es aber keine, heißt es aus der Justizbehörde weiter.

Seit kurzem laufen in Gera die Fäden der Ermittlungen zur Einbruchsserie in Starkenberg zusammen, so Polizeisprecher Ronny Hatzel. Die Staatsanwaltschaft kümmert sich um den Fall, nachdem Anfang des Monats zwei der Tatverdächtigen von der Polizei vorläufig festgenommen wurden. Zur Verhaftung kam es kurz nach einem erneuten Einbruch in der Langen Straße in Starkenberg. Jedoch mussten die mutmaßlichen Täter nach etwa 24 Stunden wieder freigelassen werden , weil die Beweise nicht für einen Haftbefehl ausreichten.

Diesen hätten die Beamten der Altenburger Polizeiinspektion zwar bei der Staatsanwaltschaft beantragt. „Aber der konnte nicht ausgestellt werden. Weil es sich um insgesamt vier Beschuldigte handelt, jedoch kann den einzelnen Verdächtigen nach jetziger Beweislage eine Tatbeteiligung noch nicht eindeutig zugeordnet werden“, so Staatsanwalt Jens Wörmann. Das sei aber notwendig, weil es Gruppenhaftung nicht gibt.

Hintergrund sei, dass so vermieden werden kann, Unschuldige einzusperren. Was jeder zu schätzen weiß, der unbescholten ins Visier von Ermittlungen gerät. Diesem Rechtsgedanken wird soviel Bedeutung beigemessen, dass im Zweifel eben auch einmal mutmaßlich Schuldige laufengelassen werden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Abgesehen davon sei die Tätergruppe in Starkenberg fest im Visier der Justiz. Neben der Haudurchsuchung läuft eine Spurenauswertung beim Landeskriminalamt, die aber noch nicht abgeschlossen ist. Zudem ermittelt die Polizei im Fall der Kellereinbrüche, die sich vergangene Woche kurz nach Freilassung der Verdächtigen ereigneten.

Von Jörg Reuter