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Altenburg Einmal Note Eins, sechsmal die Sechs – Altenburger Land rangiert auf Platz 362
Region Altenburg Einmal Note Eins, sechsmal die Sechs – Altenburger Land rangiert auf Platz 362
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04:09 03.05.2019
Wo die Lebensverhältnisse im grünen Bereich sind, zeigt die Karte des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, ebenso, wo die roten Bereiche liegen. Dort findet sich auch das Altenburger Land. Quelle: Berlin-Institut
Altenburg

Wäre das Altenburger Land ein Schüler, bekäme es zu Hause riesigen Ärger. Denn mit sechs Sechsen bei einer Studie des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung würde es nämlich ein halbes dutzend Male sitzenbleiben. Untersucht wurde „Die demografische Lage der Nation“ – und heraus kam ein Ranking der 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städte, das zeigt, wie gut oder schlecht die einzelnen Regionen für ihre demografische und wirtschaftliche Zukunft gerüstet sind.

Gesamtnote für Landkreis ist 4,12

Untersucht wurden 21 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit, für die jeweils Schulnoten vergeben wurden, die dann zusammen eine Gesamtnote für jeden der 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städten ergaben. Diese Note lautet für das Altenburger Land 4,12, womit es unter den 401 Kreisen und kreisfreien Städten in der Bundesrepublik Rang 362 einnimmt, zusammen mit dem Landkreis Schleswig-Flensburg, der exakt auf den gleichen Durchschnitt kommt.

In Thüringen wird das Altenburger Land Drittletzter, kurz hinter Gera und nur noch vor Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis. Als Totalversager schneidet das Altenburger Land allerdings nicht ab, immerhin glänzt auch eine Eins auf dem Zeugnis – und zwar bei der Bewertung der Kinderbetreuung. Zweien gibt es jeweils für den Stand der kommunalen Schulden und für die Höhe der Frauenbeschäftigung.

Schlechtes Abschneiden beim Arbeitsmarkt

Ganz finster wird es jedoch beim Anteil der Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfänger sowie bei der Beschäftigung, wo jeweils die Noten Sechs stehen, ebenso wie im Bereich der Wanderung. Wie viele Menschen in eine Region einwandern beziehungsweise sie verlassen, ist ein Zeichen für deren Attraktivität. Je höher der Wanderungssaldo, desto beliebter die Region, heißt es in der Studie.

Die Note Sechs steht ebenso für den geringen Anteil der Menschen unter 35, dem hohen Anteil bei den über 74-Jährigen und dem prognostizierten Bevölkerungsrückgang bis 2035, der über 20 Prozent beträgt.

Zu hohe Jugendarbeitslosigkeit

Die schlechteste Bewertung erhält das Altenburger Land ebenso bei der Höhe der Jugendarbeitslosigkeit. Hier beurteilt die Studie glasklar, dass „Regionen, in denen Jugendliche geringe Chancen auf einen Arbeitsplatz haben, künftig kaum mehr wettbewerbsfähig und von Abwanderung bedroht“ sind. Die Durchschnittswerte betragen im Bereich Demografie 4,9 Prozent, Wirtschaft 3,8 Prozent, Bildung 4,3 und Familienfreundlichkeit 3,0 Prozent.

Von den 20 am besten bewerteten Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands befinden sich zwölf in Bayern, sieben in Baden-Württemberg und mit Dresden auf Rang 15 eine in Sachsen. Den Spitzenplatz belegt die bayerische Landeshauptstadt München (2,32), gefolgt von dem angrenzenden Landkreis (2,35) gleichen Namens. Letzter wird Gelsenkirchen (4,71). Den besten Wert in Thüringen erzielt Jena (3,03).

Thüringen bestes ostdeutsches Bundesland

In der Gesamtwertung der Bundesländer ist Thüringen das beste aller ostdeutschen Flächenländer. Knapp vor Sachsen belegt es Platz 7, eine Verbesserung um drei Plätze seit der Studie 2011.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer Deutschland weiterhin ein Land der Gegensätze ist. Dies habe nur zum Teil mit der jahrzehntelangen Teilung zu tun. Auch aufgrund anderer wirtschaftlicher und geografischer Gründe haben sich die Regionen Deutschlands sehr unterschiedlich entwickelt. Fest steht, dass im Osten der Republik besonders scharfe Gegensätze zwischen attraktiven urbanen Zentren – so wie Dresden – und peripher gelegenen ländlichen Gebieten bestehen.

Das Altenburger Land lag bei vergleichbaren Studien schon in der Vergangenheit auf den hinteren Plätzen, beispielsweise beim Ranking des Magazins Focus Money.

Von Jens Rosenkranz

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