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Altenburg Erlebnistag bei den Dickhäutern und Höckertieren in Starkenberg
Region Altenburg Erlebnistag bei den Dickhäutern und Höckertieren in Starkenberg
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18:08 13.02.2019
Badespaß in Kostitz: Zirkusdirektor Hardy Weisheit kärchert die indische Elefantenkuh Tonga ab, die das Ritual sichtlich genießt. Optimal ist, wenn Elefantenhaut wie Radiergummi ist. Dafür müssten die Tiere regelmäßig geduscht und gestriegelt werden.
Badespaß in Kostitz: Zirkusdirektor Hardy Weisheit kärchert die indische Elefantenkuh Tonga ab, die das Ritual sichtlich genießt. Optimal ist, wenn Elefantenhaut wie Radiergummi ist. Dafür müssten die Tiere regelmäßig geduscht und gestriegelt werden. Quelle: Mario Jahn
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Starkenberg

Wer schon immer wissen wollte, was Zirkusleute im Winter machen, wie es hinter den Kulissen zugeht und wie die Kunststücke entstehen, die Elefant, Kamel & Co. in der Manege aufführen, der hat am Zirkus-Erlebnistag in Starkenberg Gelegenheit. Am Sonntag, dem 17. Februar, gibt es von 11 bis 17 Uhr im Starkenberger Ortsteil Kostitz, wo der Circus Afrika seit zwei Jahren seine Tourneepause verbirgt, Spiel, Spaß und Tiererlebnisse.

„Ein Höhepunkt wird das Elefanten-Schmusen und Elefanten-Füttern“, kündigt Zirkusdirektor Hardy Weisheit an. Seit er mit seiner Familie und den Tieren – drei Elefanten, vier Kamele, zwei Kaschmirziegen, sechs Pferde, vier Ponys und einem Hybrid aus Zebra und Esel – in Starkenberg ist, interessieren sich die Nachbarn für die exotischen Truppe. Nicht zuletzt diesem Interesse wollen die Weisheits mit dem Erlebnistag Rechnung tragen, plaudert der Chef, während er zur Freude seiner Dickhäuter deren Rücken mit warmen Wasser abkärchert.

Ein Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt, wie manche in der Nachbarschaft erwartet hatten, könne er aber nicht bieten. „Da bitte ich eventuelle Missverständnisse zu entschuldigen. Aber wir sind schließlich ein Zirkus und leben letzten Endes vom Eintritt“, sagt Weisheit und erklärt, dass der Zirkus-Erlebnistag fünf Euro pro Person koste. Doch weil er eben der Chef einer Artistentruppe ist, gibt es natürlich auch Programm und Dressur fürs Eintrittsgeld. „Wir zeigen in unserer Übungsmanege Proben mit den Tieren.“ So könnten die Besucher miterleben, wie viel Arbeit in fünf Minuten Leichtigkeit im Rampenlicht stecken.

Außerdem sei der Tag auch eine Art Testlauf. „Wir spielen ja mit dem Gedanken, das Tourneeleben aufzugeben und hier in Starkenberg ein Elefanten-Paradies zu schaffen mit stationären Zirkus-Veranstaltungen“, erklärt Weisheit bei der Elefantenpflege. „Apropos Tiere“, so Weisheit, „wir suchen ständig Futter. Wer noch Heu oder dergleichen übrig hat, der kann sich gern an uns wenden.“

Wenn Elefanten duschen und Kamele spucken ...

Von Jörg Reuter