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Altenburg Ersthelfer: „Fassungslos, wie ein Polizist so ein Manöver fahren kann“
Region Altenburg Ersthelfer: „Fassungslos, wie ein Polizist so ein Manöver fahren kann“
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19:02 01.10.2019
Bevor die Feuerwehr eintraf, hatten sich Ersthelfer um den verletzten 55-jährigen Transporterfahrer gekümmert. Quelle: Feuerwehr Dobitschen
Lumpzig

Ein Schwerverletzter, ein völlig demolierter Kleintransporter, auf der Eisenberger Straße bei Lumpzig mit einem Lkw kollidiert: Der schwere Verkehrsunfall am Donnerstag vergangener Woche wirkt bei den Helfern noch nach. Zum einen in Form von Anerkennung: „Die anderen Autofahrer, die den Unfall sahen, haben hervorragend erste Hilfe geleistet“, lobte am Dienstag Falko Glanz von der Feuerwehr Lumpzig. Er war als Einsatzleiter vor Ort, zusammen mit rund zwei Dutzend Kameraden aus Lumpzig, Dobitschen und Schmölln. „Als wir ankamen, war der verletzte Transporterfahrer bereits aus dem Auto raus und erstversorgt. Auch die Rettungsgasse hat gut funktioniert.“ Den Verletzten bergen, ansprechen, ihn nach Schmerzen fragen, stabilisieren, Wunden versorgen – darauf komme es in den ersten Minuten nach dem Unfall an. „Das haben die Ersthelfer sehr gut gemacht“, zollte Wehrführer Glanz Respekt.

Ersthelfer erhebt Vorwürfe

Einer der Ersthelfer äußerte allerdings Kritik – am Fahrer des Citroën, der auf der Eisenberger Straße mehrere Autos überholt hatte, wodurch der entgegenkommende Kleintransporter ausweichen musste, auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit dem Lkw zusammenstieß (OVZ berichtete). „Fahrer und Beifahrer des Citroën waren junge Polizisten auf dem Weg zum Dienst“, berichtete Ersthelfer Manuel Höhn aus dem Gespräch mit den beiden. „Ich bin fassungslos, wie ein ausgebildeter Polizist so ein waghalsiges Manöver fahren kann – überholen trotz Kurve und Kuppe“, sagte der 33-jährige Altenburger. „Eine Frau im Auto vor dem Transporter konnte noch ausweichen, der Transporterfahrer hat’s nicht mehr geschafft.“

Der LKW wurde bei dem Unfall ebenfalls stark beschädigt, der 62-jährige Fahrer blieb unverletzt. Quelle: Manuel Höhn

Ermittlungen laufen

Wie in solchen Fällen üblich, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer des Citroën eingeleitet. „Die Ermittlungen erfolgen zuständigkeitshalber durch einen Fachbereich für Verkehr“, berichtete am Dienstag eine Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera auf Anfrage. Inwieweit der Dienstherr den jungen Polizisten nun ins Gewissen redet, bleibt offen. „Aufgrund der noch andauernden Ermittlungen im laufenden Strafverfahren können keine weiteren Auskünfte zum Geschehen gegeben werden.“

Von Kay Würker

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