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Altenburg Ex-Schauspielchef Bernhard Stengele tritt für Bündnis 90/Grüne an
Region Altenburg Ex-Schauspielchef Bernhard Stengele tritt für Bündnis 90/Grüne an
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06:03 23.08.2019
Die Grünen im Altenburger Land haben zwei Kandidaten zur Landtagswahl im Oktober nominiert. Quelle: Archiv
Altenburg

Die Landtagswahl im Oktober bekommt im Altenburger Land ihre erste Überraschung. Der von 2012 bis Sommer 2017 am Theater Altenburg-Gera als Schauspielchef wirkende Bernhard Stengele tritt für Bündnis 90/Grüne im Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 44 (Altenburg, Nobitz, Wieratal) an. Der 56-Jährige war bereits Anfang Juli auf einer internen Versammlung der Grünen in Niederhain nominiert worden.

Für bundesweite Schlagzeilen gesorgt

Bernhard Stengele Quelle: Mario Jahn

Stengele hatte sich am Theater mit der Rockerette „Barbarossa ausgekYFFt“ und den Erfolgsinszenierungen „Die im Dunkeln“, „Die Schutzlosen“, der „Hauptmann von Köpenick“ und „Cohn Bucky Levy“einen Namen gemacht und galt deshalb sogar als Retter der Schauspielsparte, die zu Beginn seines Engagements vor der Abwicklung stand. Stengele hatte ebenso mit seiner Rassismus-Kritik für Schlagzeilen gesorgt, wonach ausländische Künstler in Altenburg auf Ablehnung, Vorbehalte und Aggression stoßen. Daraufhin war die Skatstadt bundesweit in Verruf geraten.

Stengele arbeitete als Manager in Tüftler-Firma

Für seinen Wahlkampf hat der gebürtige Baden-Württemberger seit Anfang August seinen Wohnsitz in Altenburg genommen. Denn nach dem Ende als Schauspielchefzog es ihn zurück in seine alte Heimat, wo er als Manager eines mittelständigen Betriebes an der Entwicklung eines umgebauten Bauwagens („Tiny Houses“) mitwirkte, der im Herbst auf den Markt kommen soll.

„Meine Arbeit am Theater ist zu Ende, aber noch nicht die für das Altenburger Land“, antwortete Stengele auf der Frage der OVZ, was ihn in die Politik ziehe. Die Region falle hinten runter und erfahre in Erfurt nicht die ihr zustehende Aufmerksamkeit. Das wolle er ändern, beispielsweise mit der Gründung einer Schauspielschule, über die Thüringen nicht verfüge, mit Sitz in Altenburg. Auch der Standort der neuen Stiftung Mitteldeutsche Schlösser und Gärtenmüsse selbstverständlich in Altenburg sein, kündigte er als weiteres Ziel an. Des Weiteren müsse es für konventionelle landwirtschaftliche Betriebe einfacher und bezahlbar sein, auf ökologische Produktion umzustellen. Auch wolle er mithelfen, dass sich der schlechte Ruf ländlicher ostdeutscher Regionen im Westen verbessere.

Nick Purand ist sachkundiger Bürger

Nick Purand Quelle: privat

Zweiter Direkt-Kandidat der Grünen ist Nick Purand, der sich für den Wahlkreis 43 (Schmölln, Meuselwitz, Lucka) bewirbt. Der 25-Jährige ist Qualitätsmanagement-Beauftragter am Klinikum Altenburger Land und trat im Mai bereits zur Altenburger Stadtrats- und zur Kreistagswahl an, verpasste aber beide Male den Einzug. Als Student hatte der gebürtige Altenburger die Grüne Jugend in Zwickau mitgegründet und arbeitet seit dem Sommer als sachkundiger Bürger im Kulturausschuss des Stadtrates der Skatstadt mit. Der Verfechter des Ausbaus von erneuerbaren Energien spricht sich klar für den Windpark Mohlisaus und will sich für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen.

Von Jens Rosenkranz

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