Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Figurentheater „Jenseits der blauen Grenze“ feiert Premiere in Gera
Region Altenburg Figurentheater „Jenseits der blauen Grenze“ feiert Premiere in Gera
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 05.11.2019
Das Figurentheater „Jenseits der blauen Grenze" wird in Gera zum Mauerfall-Jubiläum aufgeführt. Quelle: Ronny Ristok
Anzeige
Gera

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls findet im Puppentheater Gera am Sonnabend, den 9. November, um 19.30 Uhr die Premiere „Jenseits der blauen Grenze“ statt. Als Figurentheater wird der Roman von Dorit Linke von der Regisseurin Marie Bretschneider auf die Bühne gebracht. Die Puppen sowie Kostüme und das Bühnenbild gestaltet dazu Alina Illgen. Puppenspieler sind Tanja Wehling und Tobias Weishaupt.

Nominierung für Deutschen Jugendliteraturpreis

Dorit Linkes Buch, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert wurde, schildert eindrücklich und bedrückend den Alltag von Jugendlichen in den 1980er-Jahren der DDR. Zwischen Resignation und Rebellion formulieren sie ihre Träume, behaupten sich gegen schulische Repressalien oder elterlichen Druck. Finden sich in Freundschaften und erster Liebe, und erwehren sich gegen Dumpfheit und Unverständnis mit Humor.

Anzeige

Hanna und Andreas wagen die Flucht. Fünfzig Kilometer müssen sie von Rostock nach Fehmarn schwimmen, um die DDR über die sogenannte blaue Grenze verlassen zu können – eine lebensgefährliche Strecke. Aber die beiden Schulfreunde haben keine Wahl. Während sie schwimmen, erinnern sie sich an ihr Leben vor der Flucht: Der aufmüpfige Andreas wurde in einen Jugendwerkhof geschickt, wo er mittels Drill und harter Arbeit im Sinne des Sozialismus erzogen werden sollte. Kaum draußen eckt er wieder an, eine Ausbildung mit Abitur wird ihm verwehrt.

Flucht als einziger Ausweg

Auch Hanna hat Probleme mit dem Staat bekommen. Ein Studium wird der Leistungsschwimmerin verwehrt, ihre Sportlerkarriere beendet. Die Flucht scheint der einzige Ausweg. Und so schwimmen sie, kämpfen gegen Wind und Wetter und ihre eigenen Gedanken und Erinnerungen – immer in der Hoffnung, bald ein freies Leben führen zu können.

Die Theater-Stiftung Gera unterstützt dieses Projekt, indem sie einem jungen Regieteam die Möglichkeit bietet eine eigene Inszenierung zu erarbeiten.

Weitere Termine: Di. 12.11., 10 Uhr / Mi. 13.11., 10 Uhr / Do. 14.11., 18 Uhr / Fr. 15.11., 10 Uhr / Sa. 16.11., 19.30 Uhr / Sa. 23.11., 19.30 UhrInfos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg), online unter www.theater-altenburg-gera.de sowie an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Von OVZ