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Altenburg Firma Heim spendiert drei Verkehrssmileys für Niederhain und Nobitz
Region Altenburg Firma Heim spendiert drei Verkehrssmileys für Niederhain und Nobitz
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11:04 07.09.2019
Michael Bruckner geht Carsten Helbig beim Anbringen des Verkehrssmileys in Beiern zur Hand. Quelle: Jörg Reuter
Nobitz/Langenleuba-Niederhain

Die Landesstraße 1357, die von Klausa über Langenleuba-Niederhain zur Landesgrenze führt und dann auf sächsischer Seite weiter zur Autobahn-72-Auffahrt Penig, gehört zu den romantischsten Routen im Kreis. Kurvig schlängelt sich die Fahrbahn durch die Wiesen und Felder des Wieratals und durch kleine Dörfer wie Lohma oder Beiern. Doch die Romantik bleibt seit Langem auf der Strecke. Ein wesentlicher Grund dafür ist der auf vielen Abschnitten erbärmliche Zustand der Asphaltdecke. Ein weiterer ist der starke Verkehr auf der Holperpiste. Dazu kommen Engstellen wie in Lohma, durch die auch Schulkinder müssen. Wie berichtet, ist das für die Mädchen und Jungen kreuz gefährlich.

Das Tempo soll verringert werden

Nicht ganz unschuldig an der verfahrenen Situation sind dabei auch die Aktivitäten des Bergbauunternehmens Heim, dass bekanntermaßen unter anderem die Kiesgrube Frohnsdorf betreibt. Angefahren wird der Tagebau über Beiern. Sandlaster teilen sich deshalb seit einigen Monaten die schmale L 1357 mit vielen Ortsunkundigen, die von ihren Navigationsgeräten von der Autobahn über die Landstraße nach Altenburg geschickt werden, und mit Landwirten sowie Anwohnern.

Um gerade den Beiern das Leben etwas zu erleichtern, hat das Kieswerk Heim jetzt einen Verkehrssmiley gesponsert, der in dieser Woche im Dorf montiert wurde. Die Idee dazu sei bei einem Treffen mit der Bürgerinitiative von Beiern aufgekommen, die gegen den zunehmenden Verkehr im Ort mobil macht und am liebsten sehen würde, dass zumindest für Fahrten von und zur Sandgrube Frohnsdorf eine Umgehungsstraße außerhalb der Dörfer entsteht.

Zusätzliche Sicherheit vor Schulen

Da dieser Plan – wenn überhaupt – erst irgendwann in der Zukunft Wirklichkeit werden kann, gab es jetzt die Geschwindigkeitsanzeigetafel. „Uns ging es vor allem darum, hier im Ort, wo es auch keine Fußwege gibt, das Tempo zu verringern“, sagt Heim-Werksleiter Michael Bruckner. Zwar habe er die Fahrer, die für Heim unterwegs sind, deutlich darauf hingewiesen, langsam zu fahren. Die Anzeige, die sich natürlich an alle Verkehrsteilnehmer richtet, werde nun beim Erinnern daran helfen, findet Bruckner. An etlichen Stellen im Landkreis haben die Anzeigen bereits bewiesen, dass sie dazu beitragen können, das Tempo zu verringern.

Nicht zuletzt deswegen hat das Bergbauunternehmen gleich drei solcher Geräte für insgesamt rund 6000 Euro angeschafft. Die beiden anderen seien den Gemeinden Nobitz und Langenleuba-Niederhain gegeben worden, damit die Anzeigen unter anderem vor den Grundschulen hängend für mehr Sicherheit sorgen, so Bruckner. „Wir freuen uns, dass wir Fahrzeugführer auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zusätzlich sensibilisieren können. Mit den Dialogdisplays werden die Straßen für die Kinder bestimmt etwas sicherer“, lobt der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) das Engagement. Genau so sieht das auch Läbes Niederhainer Amtskollege Carsten Helbig (SPD).

Autos in Beiern werden gezählt

Durch die Displays werden zudem Autos gezählt und fahrzeugunabhängige Geschwindigkeitsdaten erfasst. Somit lassen sich Verkehrsströme und die durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeiten auswerten. Eine Funktion, die am Standort in Beiern besonders interessant scheint, denn damit kann die Verkehrsbelastung des Ortes und der L 1357 besser belegt werden. „Ob uns das hilft, dass die Straße vom Freistaat schneller gemacht wird, steht aber auf einem anderen Blatt“, ist Helbig vorsichtig, was den Effekt betrifft. Konkrete Pläne zur Sanierung der L 1357, dieNiederhain schon seit fast 20 Jahren fordert, liegen noch nicht vor. Ebenso gibt es nichts Neues in Sachen Umgehung zur Sandgrube.

Von Jörg Reuter

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