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Altenburg Flugsportverein Altenburger Land lädt nach Göpfersdorf an die Landebahn
Region Altenburg Flugsportverein Altenburger Land lädt nach Göpfersdorf an die Landebahn
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12:15 10.06.2019
Das Flugplatzfest Göpfersdorf bot auch in diesem Jahr wieder interessante Fluggeräte. Viele Schaulustige nutzten das für einen Ausflug. Quelle: Jörg Reuter
Göpfersdorf

Dass es im Altenburger Land nicht nur einen Flugplatz in Nobitz, sondern auch in Göpfersdorf gibt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dazu tragen auch die jährlichen Flugplatzfeste bei, zu denen der Flugsportverein Altenburger Land immer am zweiten Juniwochenende einlädt. Über Pfingsten erwies sich das Fest einmal mehr als gern gewähltes Ausflugsziel für Luftsportbegeisterte oder die, die es werden wollen.

Es sieht nur gefährlich aus

Ja genau, auch darum gehe es bei dem Fest, meinte Frank Andreas, Geschäftsführer beim Flugsportverein Altenburger Land. „Mit so einem Fest wollen wir natürlich auch Lust aufs Fliegen machen und am besten neue Mitglieder für unseren Verein finden.“ Immerhin, 70 Flugbegeisterte gehören dem Verein an. „Und die helfen fast alle mit, dazu oft die Ehepartner und sogar Freunde“, beschrieb Frank Andreas den Zusammenhalt im Verein, der jedes Jahr auch zum Gelingen des Festes beiträgt. Dazu gehören die gute Verpflegung und das Programm.

Beim Flugplatzfest in Göpfersdorf bereiten sich die Fallschirmspringer vor. Quelle: Jörg Reuter

Bei Letzterem hatte sich der Verein wieder Unterstützung geholt. Etwa mit Kunstflieger Claus Diethke, der hoch über den Köpfen der Besucher erst mit seiner Sukhoi SU-29 die Physik außer Kraft zu setzen schien und dann zurück am Boden mit einem Lächeln beteuerte: „Das sieht nur halsbrecherisch aus, soll es auch, ist es aber nicht.“ Bei den Fallschirmspringern aus Chemnitz die gleiche Zuversicht. „Wenn es vernünftig gemacht wird, ist Fallschirmspringen nicht gefährlich“, so Karl-Heinz Mansfeld, Chef des Fallschirmsportvereins Rüwalders. Dazu gehörte am Sonnabendmittag auch, den Wind im Auge zu behalten. Mit zeitweise an die zwölf Meter pro Sekunde noch zu viel. „Aber die Wolken ziehen ab, das sieht gut aus“, wusste der erfahrene Springer. Zehn Meter pro Sekunde und weniger, ab dann könne gesprungen werden, erklärte Mansfeld mit Blick auf das Windmessgerät.

Mit 90 Jahren hoch in die Luft

Auf gute Bedingungen für einen Start wartete unterdessen auch Gerhard Zschiegner neben einer alten „Lehrmeister“. Den Segelflugzeug-Oldtimer aus DDR-Zeiten hatte der Partnerverein aus Pirna wieder mitgebracht. „Da kann ich besser aussteigen“, gestand der 90-Jährige. Dagegen mit so einem Schulgleiter SG 38, wie er gerade nebenan abgestellt wird, würde er nicht mehr fliegen. Obgleich er auf so einem hölzernen Gerät als 16-Jähriger das Fliegen gelernt hat. Die Leidenschaft zum schwerelosen Gleiten habe ihn seitdem nicht losgelassen, auch wenn es in den ersten Jahren nach dem Krieg verboten war. „Nach der Wende hatte Segelfliegen wieder Aufwind, und da habe ich den Verein hier gegründet.“

Die Antonow AN 2 bringt Gäste und Fallschirmspringer in die Luft. Quelle: Jörg Reuter

Geweckt werde die Leidenschaft für das Fliegen übrigens am einfachsten beim Mitfliegen, zumindest war es bei ihm so, verriet Frank Andreas. Möglichkeiten, die Welt von oben zu sehen, gebe es in jeden Fall genug vom filigranen Gleiter bis zur massigen Antonow AN 2, dem größten Doppeldecker.

Von Jörg Reuter

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