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Altenburg Fördergelder fließen: Verein startet Arbeiten für Projekt Amphitheater
Region Altenburg Fördergelder fließen: Verein startet Arbeiten für Projekt Amphitheater
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08:18 12.12.2018
So ähnlich könnte das Amphitheater am Haselbacher See aussehen. Quelle: Grafik: Patrick Moye
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Meuselwitz

Anderthalb Jahre wurde nur darüber geredet. Seit Dienstag wird endlich Hand angelegt. Am Haselbacher See haben erste Arbeiten begonnen, mit dem Ziel, das Gelände touristisch aufzuwerten. Wichtigstes Projekt dabei ist der Bau eines kleinen Amphitheaters samt gastronomischer Versorgung (die OVZ berichtete). Um dieses umzusetzen, sind eine Reihe anderer Tätigkeiten nötig, die nun nach und nach starten. Dabei handelt es sich zunächst um die Umzäunung des Veranstaltungsgeländes sowie die Umverlegung und Befestigung des Rundweges. Damit dieser nicht durch Unbefugte mit dem Auto befahren wird, sollen zwei Durchlasssperren errichtet werden.

Feste Zusagen über Fördermittel

Umgesetzt werden die Vorhaben vom Kulturförderverein Wintersdorf, der mittlerweile feste Zusagen über Fördermittel hat, wovon ein Teil sogar bereits geflossen ist. Der Verein profitiert dabei vom Programm „Unternehmen Revier“, das den Strukturwandel in ehemaligen Braunkohlegebieten unterstützt. Aus diesem fließen 142 000 Euro an den Verein. Darüber informierte Vorstandsmitglied Klaus-Peter Liefländer die OVZ auf eine Anfrage. Problematisch dabei erwies sich, das ein guter Teil des Geldes bereits in diesem Jahr verbaut werden müsste. Da dies nicht zu schaffen sei, habe sich die Vergabestelle bereiterklärt, Gelder ins kommende Jahr zu überstellen. Bei diesen Arbeiten handelt es sich beispielsweise um die Ertüchtigung der Zufahrt zum Parkplatz und um die Parkflächen selbst sowie um die Arbeiten am Rundweg. 41 000 Euro werden für die Fundamente des Theaters und des Gastronomiebereichs bereitgestellt. Für die vollständige Fertigstellung soll es eine Nachförderdung in Höhe von 20 000 Euro geben, erklärte Liefländer.

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Stadtrat ebnet Weg für Vertrag

Passend zum Baustart erledigte am Montagabend auch der Meuselwitzer Stadtrat seine Hausaufgaben. Einstimmung brachten die Volksvertreter einen Gestattungsvertrag auf den Weg, der dem Kulturförderverein die Umsetzung seiner Projekte erlaubt und auch die dazu nötigen Grundstücke zur Nutzung überlässt.

Ein solcher Beschluss war zur letzten Sitzung im November noch geplatzt, da auf Initiative der Fraktion Bürger für Meuselwitz (BfM) die Angelegenheit in den nicht öffentlichen Teil verlegt wurde. Ziel war, eine finanzielle Belastung der Stadt in Ruhe und intern zu bereden und diese auszuschließen, erklärte BfM-Fraktionschef Lutz Hempel den angeblichen Grund der Vertraulichkeit. Da nun klar sei, dass keine städtischen Zuschüsse nötig sind, könne man den Plänen nun zustimmen.

Von Jens Rosenkranz