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Altenburg Freibäder im Altenburger Land starten pünktlich in die Saison
Region Altenburg Freibäder im Altenburger Land starten pünktlich in die Saison
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06:22 10.05.2019
Nach der Schule rein ins kühle Nass: Bis Ende Mai öffnen alle Freibäder der Region ihre Liegewiesen und Schwimmbecken für die Besucher. Quelle: Jens Paul Taubert
Altenburger Land

Der Frühling startete fulminant und bekam im Wonnemonat Mai einen kräftigen Temperaturen-Dämpfer – denkbar schlechtes Timing für die Freibänder in der Region. Trotzdem werden bereits fleißig Becken gefüllt, Rasen gemäht und letzte Reparaturen erledigt, damit die Saison 2019 in den nächsten Tagen und Wochen starten kann. Die OVZ hat sich in Altenburg, Altkirchen, Gößnitz, Rositz, Vollmershain und Schmölln umgehört und nachgefragt, was die Badegäste erwartet. Das erfreuliche: Die Preise bleiben weitestgehend beim Alten. Und ein Freibad kehrt aus der Zwangspause zurück.

Kindertag und Arschbomben-Contest als Höhepunkte

Für alle Altenburger Badegäste startet das Baden unter freiem Himmel schon ab nächstem Samstag im Südbad. Heute fließen noch die letzten Mengen Wasser ins Becken, dann ist alles startklar. Bis zu den Sommerferien öffnet das Bad von 12 bis 19 Uhr, in den freien sechs Wochen von 8 bis 20 Uhr. Der Eintritt bleibt unverändert bei drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder. Um das Becken sauber zu halten, hat der Betreiber Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) in ein neues Bodenabsauggerät investiert. Außerdem wurden neue Sprungbretter bestellt.

Mit dem Auftakt der Saison endet so langsam auch der Betrieb der Schwimmhalle Altenburg. Bis zum 15. Juni kann diese noch zu den gängigen Öffnungszeiten besucht werden. Pünktlich zum Weltkindertag am 1. Juni lädt die Ewa alle Kinder bis einschließlich 16 Jahren zum kostenlosen Baden ein. Am 10. August steigt das Freibadfest mit Vereinen der Region und Arschbomben-Contest.

Vermutlich letzte Saison für Schwimmmeister-Urgestein

Das Altkirchener Badfest ist jedes Jahr ein Höhepunkt im Saisonkalender. Quelle: Mario Jahn

Im Freibad Altkirchen wartet man ab, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt –fertig für die kommende Saison war alles schon im März. „Wenn sich der Frühling von seiner besten Seite zeigt, öffnen wir schon am 18. Mai, ansonsten regulär ab dem 25.Mai“, sagt Roland Heinke. Zusammen mit den 83 anderen Mitgliedern des Fördervereins Attraktives Freibad Altkirchen kümmert er sich seit 2013 um die zwei Becken und die großzügige Liegewiese der 1000-Seelen-Gemeinde. „Wir würden gerne so früh wie möglich starten, aber ein Freibad mit Schwimmmeister und ohne Gäste ist nicht nur schade, sondern kostet eine Menge.“

Zwei Schwimmmeister haben in Altkirchen einen aufmerksamen Blick aufs Badegeschehen. Einer von ihnen ist Uwe Schellenberg. Der 62-Jährige bewacht seit über 40 Jahren das kühle Nass und steuert langsam aber sicher auf seine letzte Saison zu. Und kühl ist das Nass aktuell in jeden Fall. „Frostige 13 Grad“, wie Heinke weiß. Im Sommer klettert das Thermometer auf maximal 22 bis 23 Grad.

Außerhalb der Ferien soll das Bad Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein. In den Ferien gelten die Zeiten vom Wochenende. Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder 2 Euro. Der Vereinsvorstand hofft auf eine ähnlich gute Saison wie im Vorjahr. Über 12 000 Besucher kamen, 714 Besucher waren die Spitze an einem Sommertag.

Ein besonderer Höhepunkt wird das jährliche Badfest am 23. und 24. August. Freier Eintritt, Spiele, Lagerfeuer. Das obligatorische Motto soll in diesem Jahr in Richtung Country gehen, verrät Heinke. Darüber hinaus bieten sie zu Beginn der Sommerferien einen zweiwöchigen Schwimmkurs an.

Mühselige Arbeiten an der Filterkammer

In Gößnitz beginnt die Saison ab Christi Himmelfahrt (30. Mai) und geht bis zum 1. September – mit der Option auf Schön-Wetter-Verlängerung. Derzeit laufen noch Arbeiten auf dem Gelände. Die Becken werden befüllt und eine Filterkammer macht seit geraumer Zeit viel Mühe. „Es mussten Teile des Beckens aufgemauert werden“, erzählt die Gößnitzer Hauptamtsleiterin Dorothee Philipp. „Unser Bad wurde 1956 gebaut, die Anlagen sind alt, genauso wie die Rohre. Da ist jedes Jahr was zutun. Wir hangeln uns von Saison zu Saison, um das Nötigste instand zu setzen.“

Für eine Generalsanierung reiche das Geld nicht aus. So ist zum Beispiel das Planschbecken seit Jahren außer Betrieb. „Da müssten wir jeden Tag das Wasser wechseln und das Becken säubern, das schaffen wir schon rein personell nicht.“ Eine junge Schwimmmeisterin schmeißt in der Saison weitestgehend alleine den Laden. Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr und an den Wochenenden ab 10 Uhr (in der Ferienzeit bis 19 Uhr) ist das Bad geöffnet. Erwachsene zahlen wie im Jahr zuvor 3,10 Euro und Kinder 1,25 Euro. Im Rekordsommer 2018 kamen knapp 15 000 Besucher. Für Philipp zwar ein guter Schnitt, aber „für die Hitze sogar ein bisschen enttäuschend“.

Die Besonderheit im Freibad Gößnitz: Ein 50-Meter-Becken, das regelmäßig auch Schwimmer aus Meerane, Crimmitschau oder Schmölln anlockt. Quelle: Mario Jahn

Sprungturm rechtzeitig aufpoliert

Das Territorium von Inge Nöller: Sie schiebt schon seit 18 Jahren Dienst im Schelditzer Freibad. Quelle: Mario Jahn

Der Betrieb im Freibad des Rositzer Ortsteil Schelditz läuft am kommenden Sonntag an. „Sollte das Wetter gar nicht mitspielen, verkürzen wir zur Not unserer Öffnungszeiten“, erzählt Schwimmmeisterin Inge Nöller. 18 Jahre kümmert sie sich schon um die Technik, Grünanlagen und die Sicherheit des Betriebes. „Das ist schon eine Menge Arbeit. Ich bin froh, dass ich hier zumindest zwei Ehrenamtliche habe, die mich unterstützen.“ Pünktlich zur nahenden Saison wurde der 3-Meter-Sprungturm aufpoliert, eine Erneuerung des Spielplatzes ist auch in Planung. Der Kiosk startet zudem mit neuem Betreiber. „Ansonsten“, so Nöller, „ist alles beim Alten“. Die Preise bleiben bei 2,50 Euro für Erwachsene und 1,10 Euro für Kinder. Gebadet werden kann die gesamte Woche von 10 bis 19 Uhr.

Freibad Vollmershain startet zuversichtlich nach Schließung

Nach einem Jahr Zwangspause können Badegäste im Freibad Vollmershain in dieser Saison wieder ein- und ausgehen. Bürgermeister Gerd Junghanns (parteilos) bestätigte die Wiederaufnahme des Badebetriebes ab dem 18. Mai. 2018 musste die Stadt das Gelände schließen, weil sich kein Schwimmmeister fand, der die Aufsicht übernahm und damit nötige Sanierungsmaßnahmen obsolet schienen (die OVZ berichtete). „Jetzt hat die Gemeinde an den hiesigen Sport- und Badverein verpachtet, sodass wir es nochmal probieren“, so das Gemeindeoberhaupt. „Wir werden sehen, wie es läuft und wie wir mit allen Kosten zurecht kommen.“ Damit spielt er nicht nur auf die laufenden Ausgaben an, sondern auch auf die aufwendigen Reparaturen im Vorfeld. Geöffnet wird voraussichtlich von 12 bis 19 Uhr.

Ein Tag geschlossen wegen fehlendem Personal

Frisch saniert: Die Rutsche im Freibad Schmölln ist für die aktuelle Saison startklar. Quelle: Mario Jahn

Am 24. Mai geht das Schmöllner Freibad ab 13 Uhr an den Start. Der Eintritt ist mit 1,50 Euro für Kinder und drei Euro für Erwachsene gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Bei den Öffnungszeiten hingegen gibt es Neuerungen. Montags bleibt das Bad gänzlich geschlossen, Dienstag bis Donnerstag wird von 12 bis 18 Uhr geöffnet, Freitag von 13 bis 20 Uhr, Samstag 11 bis 20 Uhr und Sonntag 11 bis 19 Uhr. „Wir haben aktuell mehrere längere Krankheitsfälle beim Aufsichtspersonal“, begründet eine Sprecherin der Stadtwerke Schmölln die Veränderungen. Man hätte sich umgehend auf dem Arbeitsmarkt umgeschaut, doch es herrsche Fachkräftemangel. Schon 2006 waren bundesweit 2500 Stellen von Fachangestellten für Bäderbetriebe, so die offizielle Bezeichnung, unbesetzt. Zumindest einen Mitarbeiter konnten sie für die Saison gewinnen. Gesucht wird weiterhin. Aber es gibt auch Grund zur Freude: Durch die Hilfe der Stadt Schmölln konnte die Wasserrutsche rechtzeitig zum Saisonstart saniert werden. Auch einige Spielgeräte sind neu.

Von Lisa Schliep

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