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Altenburg Freiwillige säubern Gabelentz- und Kanalstraße
Region Altenburg Freiwillige säubern Gabelentz- und Kanalstraße
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05:03 28.05.2019
Mitmacher beim freiwilligen Arbeitseinsatz in der Kanalstraße um Hardy Baier (vorn) beim Entfernen von Wildwuchs und Reinigen des Gehweges. Quelle: Wolfgang Riedel
Altenburg

Saubere Sache: Zum gemeinsamen Frühjahrsputz in der Gabelentz- und Kanalstraße hatte am Freitag die Initiative „Neue Gründerzeit an der Blauen Flut“ anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Tag der Nachbarn“ aufgerufen. Dietmar Cziesla, Jutta Penndorf und Marko Heinke freuten sich über 20 Mitmacher, die mit Harke, Schaufel und Besen dem Unrat und dem Wildwuchs auf die Pelle rückten.

Ziel der Initiative ist die Wiederbelebung dieser Straßen beziehungsweise des ganzen Gründerzeitviertels. Obwohl Marko Heinke ein Stück weg in der Marstallstraße wohnt, packte auch er gern mit Elan zu, um seine Heimatstadt zu verschönern. Der ursprünglich in Oberlödla wohnende Axel Dietrich reiste sogar mit Ehefrau Heike aus Leipzig an, um mit zu werkeln.

Pflastersteine wieder ordentlich in Reih und Glied

Trotz seiner zeitaufwendigen Tätigkeit als Mitinhaber eines Sanitär- und Heizungsfachbetriebes mit Sitz in der Gabelentzstraße 15 ist Initiativefrontmann Dietmar Cziesla immer mit vor Ort, wenn es gilt, wieder Schwung in die einst stark belebten Straßen des Gründerzeitviertels zu bringen. Beim Einsatz in der Gabelentzstraße verlegte er sogar auf dem Gehweg aus den Fugen geratene Pflastersteine wieder ordentlich in Reih und Glied.

Derweil entfernte in arg gebückter Haltung Hardy Baier aus der Wettinerstraße das Wildgewachsene aus den Bordsteinritzen, und dessen Lebenspartnerin Cindy Franke kehrte schweißtreibend den Schmutz vom Gehweg. Gemeinsam betreibt das Pärchen ein Handelsunternehmen und wünscht, dass in Zukunft weitere Geschäfte in den Straßen ihres Wohnviertels einziehen.

Auch die Anwohner Petra und Dietrich Heinz, deren Tochter in der Kanalstraße einen Presseshop innehat, wären über weitere Geschäfte in ihrer Nachbarschaft hocherfreut. „Immerhin aber haben wir hier schon neue Mitbewohner, die Häuser kauften“, so Dietrich Heinz. Jetzt freute sich das Ehepaar Heinz aber erstmal auf das abendliche Hof- und Nachbarschaftsfest im Firmengelände von Dietmar Cziesla, das im Anschluss an den Arbeitseinsatz stattfand.

Kurzzeitige Ladenöffnung durch Naturschutzbund

Auch in den beiden leerstehenden Läden in der Kanalstraße 10 und 40 herrschte reger Betrieb. Unter anderen bot dort der Naturschutzbund in Regie des Direktors des Naturkundemuseums Mauritianum, Mike Jessat, Fleischprodukte vom Bison, Honig, Eier und weitere Naturprodukte an. „Ich habe noch das rege Geschäftsleben hier in der Kanalstraße von vor 30 Jahren vor Augen und möchte auch, dass das wieder in Gang kommt“, so Nabu-Frontmann Jessat, der mit seinen Mitstreitern mittels dieser kurzzeitigen Ladeneröffnung potenziellen Interessenten Mut zu einer zukünftigen Geschäftseröffnung machen will.

Im Festzelt herrschte am Abend unter den bis zu 100 Gästen des Nachbarschaftsfestes bei flotter Musik und einem tollen kulinarischen Angebot vom Hobby-Buffetteam um Bardame Anke Jurock allerbeste Partylaune bis Mitternacht. Und am Sonnabendvormittag war zudem noch zum Frühschoppen auf den Cziesla-Hof eingeladen.

Von Wolfgang Riedel

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