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Altenburg Fußballer wollen über Fusion verhandeln: Kommt neuer Altenburger Großverein?
Region Altenburg Fußballer wollen über Fusion verhandeln: Kommt neuer Altenburger Großverein?
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10:31 30.05.2019
Oberbürgermeister André Neumann (CDU) hofft auf den positiven Ausgang von Fusionsverhandlungen von vier Altenburger Fußball-Clubs und -Abteilungen. Quelle: Stadt Altenburg
Altenburg

Der Durchbruch gelang in Runde drei. Laut Oberbürgermeister André Neumann (CDU) einigten sich beim dritten Runden Tisch zur Zukunft des Altenburger Fußballs Vertreter von vier Clubs, die Kicker der Skatstadt in einem neu zu gründenden Verein konzentrieren zu wollen. Realität werden soll der Club mit einem neuen Namen zur Saison 2020/21. „Es war eine überraschend kurze Veranstaltung“, sagte der Rathauschef zu der von ihm initiierten Zusammenkunft am vergangenen Freitag im Mehrzweckraum des Goldenen Pfluges. „Ich freue mich sehr, dass die Kräfte in einem Verein gebündelt werden sollen, damit in Altenburg irgendwann wieder höherklassiger Fußball möglich ist.“

Einigung mit Einschränkung und ohne Voten der Gremien

Wie Neumann weiter sagte, bekundeten Vertreter von Motor Altenburg, des FC Altenburg sowie der Kicker des SV Lok und des SV Einheit ihren Willen, ab September über die Neugründung eines gemeinsamen Vereins zu verhandeln. Demnach bestehe der Traditionsclub Motor auch nicht mehr darauf, im Namen vorkommen zu müssen. Allerdings schränkte der OB ein, dass der SV Einheit zunächst nur zugestimmt habe, die Jugend in einen neuen Verein überführen zu wollen. Die drei übrigen Clubs wollen Neumanns Angaben zufolge sowohl Männer und Frauen als auch den Nachwuchs einbringen.

Ein zustimmendes Votum der zuständigen Vereinsgremien für die Pläne gebe es jedoch noch nicht, erklärte der Rathauschef. Dafür haben der Kreissportbund Altenburger Land und der Altenburger Stützpunkt des Deutschen Fußball-Bundes bereits ihre Unterstützung auf dem Weg zur Fusion signalisiert. Gelänge diese, könnte ein neuer Altenburger Großverein mit bis zu 400 Mitgliedern entstehen.

Lok fehlt Männerteam – Wechsel zu Einheit

Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt aber fraglich. Denn derlei Gespräche – auch mit ähnlichen Absichtserklärungen – gab es im vergangenen Jahrzehnt immer wieder. Sie scheiterten aber stets an persönlichen Befindlichkeiten der Verantwortlichen. Und auch aktuell gilt zumindest das Verhältnis zwischen Protagonisten des FC und Motor Altenburg als belastet. Zudem plant der SV Lok Altenburg nach OVZ-Informationen in der nächsten Saison offenbar ohne Männermannschaft. Deshalb wollen einige Aktive zu Einheit wechseln, wo dann eine zweite Mannschaft aus der Taufe gehoben werden soll. Beide Teams wären nach Lage der Dinge kein Bestandteil des geplanten neuen Großvereins. Zumal sich bei den Einheit-Kickern die Stimmen mehren, dass man seine Freiheiten und seine Identität auf dem Platz an der Münsaer Straße (Postsportplatz) erhalten will.

Stadt muss auch an Sportstätten sparen

Hintergrund der Bemühungen des OB sind vor allem zwei Dinge: Motor hatte im Vorjahr seine Kicker aus der Landesklasse zurückgezogen, wodurch der Altenburger Fußball gänzlich von der Thüringer Fußball-Landkarte verschwand und der FC als Kreisoberligist über Nacht zum höchstklassigen Altenburger Fußball-Club aufstieg. Und: Die Stadt muss sparen, wovon auch die Sportstätten betroffen sind.

Deshalb arbeitet man gerade mit den Vereinen an einem neuen Sportstättenkonzept. Wie der OB wissen ließ, fragt man dieser Tage die Bedarfe und Bedürfnisse der Sportclubs ab. „Danach werden wir entscheiden, ob das Konzept extern oder von uns selbst erstellt wird“, so Neumann. In den vergangenen Jahren wurden bereits der Platz in Oberzetzscha und das Plateau geschlossen. Dort hatten der FC Altenburg beziehungsweise die Kicker des SV Lok einst ihre Heimstatt.

Von Thomas Haegeler

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