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Altenburg Garbisdorfer Galerie feiert Erfolge und zieht dicke Fische an Land
Region Altenburg Garbisdorfer Galerie feiert Erfolge und zieht dicke Fische an Land
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17:12 05.01.2016
Auch unbekannteren Künstlern wie Wolfgang Mehnert aus Freiburg bot die Galerie Pferdestall 2015 eine Möglichkeit, sich zu präsentieren. Quelle: Foto: Klaus Peschel
Göpfersdorf

Neben einer Prise Kreativität braucht Kunst vor allem zwei Dinge, um sich zu entfalten: Raum und Förderer. Beides bot und bietet die Galerie des Quellenhofs im Göpfersdorfer Ortsteil Garbisdorf. So wundert es wenig, dass Günter Lichtenstein vom Göpfersdorfer Heimatverein von einem interessanten Ausstellungsjahr spricht, das zu Ende gegangen ist. Und: Angesichts eines bereits gut gefüllten Kalenders dürfte 2016 nicht weniger spannend werden.

Den Ausstellungsreigen eröffnete im vergangenen Jahr Ende Januar der Freiburger Wolfgang Mehnert mit expressiv-abstrakter Malerei. Für Lichtenstein ist er ein „Künstler, der in unserer Region geboren wurde, früh in die Bundesrepublik und Frankreich übersiedelte und auch deshalb bei uns viel zu unbekannt ist“. Daran schließt man dieses Jahr mit dem international erfahrenen Dresdner Druckkünstler Jean Kirsten an. Seine Ausstellung „Auf Schmetterlingsflügeln tanzen wir mit Galoschen“ wird am 29. Januar um 19.30 Uhr im Pferdestall eröffnet.

Überhaupt war und bleibt die sächsische Landeshauptstadt für die Göpfersdorfer wichtig. Denn im März waren Bilder und Drucke von Matthias Schroller zu sehen. „Mit seiner feinen Farbigkeit in der Malerei, vor allem aber seinen Holzschnitten, in denen er alltägliche Dinge künstlerisch sichtbar macht, gehört er zu den interessanten jüngeren Dresdner Künstlern“, bilanzierte Lichtenstein, dem mit seinen Vereinskollegen für dieses Jahr ein Coup gelungen ist. Denn ab 1. April sind im Quellenhof Zeichnungen und Grafiken von Hubertus Giebe zu sehen. Der Dresdner illustrierte einst „Die Blechtrommel“ von Günter Grass und pflegte eine intensive Künstlerfreundschaft mit Eva und Erwin Strittmatter.

Während vom 16. bis 30. Mai 2015 in Garbisdorf zum inzwischen 15. Mal die Kettensägen kreischten, findet das allseits beliebte Pleinair dieses Jahr vom 6. bis zum 21. Mai statt. Gespannt sein darf man, ob es erneut gelingt, die Finissage zu einem großen Fest mit vielen Besuchern und einer erfolgreichen Kunstauktion zu machen. Mit dem international bekannten Klangkünstler Erwin Stache und der Band Solid Brew, die dank des Jazzclubs Altenburg spielte, hat 2015 in puncto Rahmenprogramm jedenfalls Maßstäbe gesetzt.

„Seit Anbeginn ist der Heimatverein Göpfersdorf und unsere Galerie Förderer des Bernhard-von-Lindenau-Stipendiums“, so Lichtenstein. Im Gegenzug residieren die Künstler im Quellenhof und man profitiert durch Ausstellungen der Preisträger – vergangenes Jahr war es die Greifswalderin Pauline Stopp und dieses Jahr wird es die Italienerin Marta dal Sasso sein.

„Einen Höhepunkt bildete die Ausstellung anlässlich des 65. Geburtstages von Walter Libuda, zu der auch die Nr. 10 der Göpfersdorfer Kunstblätter erschienen“, blickte Lichtenstein zurück. „Es war auch deshalb eine besondere Freude, da zwischen dem Künstler, dem Ort und dem Galeristen eine enge Beziehung besteht.“ 1988 lebte Libuda mit seiner Familie in Göpfersdorf und arbeitete auch hier. Während dieses Aufenthaltes gestaltete der Künstler im Ort ein Zimmer aus. Im Katalog wurde dies entsprechend gewürdigt.

Ähnliche Emotionen verspricht die am 29. Juli beginnende Ausstellung von Peter Geist. Der 59-jährige Göpfersdorfer engagiert sich nicht nur selbst im Heimatverein, ist gar eine tragende Säule zu nennen, sondern feiert auch noch seinen 60. Geburtstag. Den krönenden Abschluss 2015 bildete für Lichtenstein aber im Dezember die Ausstellung „Du musst dein Leben ändern“ zu Rainer Maria Rilkes 140. Geburtstag. In deren Mittelpunkt stand eine Grafikmappe, an der sich 15 namhafte Künstler beteiligten. Dazu erschienen zudem die Kunstblätter Nr. 11.

Dem steht der bisher letzte Termin im Galerie-Kalender 2016 in nichts nach. Im Oktober stellt die hochdekorierten Nuri Quevedo aus. Die gebürtige Spanierin bekam bereits den Nationalpreis der DDR (II. Klasse), den Goethepreis der Stadt Berlin, die Kunstpreise der DDR und des FDGB. Zudem illustrierte sie unter anderem Christa Wolfs „Kassandra“ sowie Franz Fühmanns „Prometheus“ und ihre Werke gehören zu Sammlungen prominenter Museen der Republik (Lindenau, Nationalgalerie, Galerie Neue Meister, Akademie der Künste etc.) .

Von Thomas Haegeler

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