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Altenburg Geselliges Stelldichein beim Weinabend im Schmöllner Rathaushof
Region Altenburg

Geselliges Stelldichein beim Weinabend im Schmöllner Rathaushof

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18:21 13.09.2021
Zahlreiche Schmöllner ließen sich das gesellige Zusammensein im Rathaushof nicht entgehen.
Zahlreiche Schmöllner ließen sich das gesellige Zusammensein im Rathaushof nicht entgehen. Quelle: Christiane Leißner
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Schmölln

Am Sonnabend war das große Wintersdorfer Dorffest keine Konkurrenz für Schmölln: In der Knopfstadt waren um 19 Uhr zum nunmehr vierten Weinabend im Rathaushof keine Sitzplätze mehr zu bekommen.

Freude darüber, wieder mal rauszukommen

Auf eine offizielle Eröffnung mit langer Rede hatte Bürgermeister Sven Schrade (SPD) bewusst verzichtet. „Die Schmöllner können einfach kommen“, sagte der Rathauschef. Und sie kamen. Vor allem ging es darum, endlich wieder einmal gesellig beisammen zu sein, so die Beweggründe der meisten Besucher. Viele kannten einander und freuten sich, lange nicht gesehene Mitmenschen zu treffen.

Dass die Schmöllner den Weinabend rege bevölkern, ist kein Wunder: Schließlich kam die Idee zu dieser Veranstaltung aus der Einwohnerschaft – der Bürgermeister griff sie auf, als jährliches Event der Stadtverwaltung.

Präsentationsplattform für Künstler – und Politiker

Dieses Mal gab es allerdings eine Neuerung: Regionale Künstler und Kunsthandwerker präsentierten sich und ihre Erzeugnisse. Den von den langen Lockdowns gebeutelten Kreativen sollte eine Plattform gegeben werden. Denise Burkhardt gehörte zu denen, die dieses Angebot gern annahmen: „Ich bin Schmöllnerin und zum ersten Mal hier“, sagte die Ausstellerin, die Selbstgenähtes, wie Taschen, Tücher und Mützen, präsentierte. Dazwischen nutzten auch Politiker die Gelegenheit, mit ihren Wählerinnen und Wählern zwanglos ins Gespräch zu kommen.

Lob fürs Essen, Kritik an Toilettensituation

Der ehemalige Chef des Reussischen Hofes, Bernd Adam, lobte die Veranstaltung. Er sei der Meinung, dass „eine kleine Stadt kleine Feste braucht“. Das Catering hatte der Gasthof in Großstöbnitz übernommen und traf damit offenkundig den Nerv der Gäste.

Ein Besucher thematisierte allerdings auch einen Wermutstropfen: „Es ist keine ausreichende Anzahl von Toiletten vorhanden, wenn man die Durchflussgeschwindigkeit des Biers durch den menschlichen Körper in Betracht zieht.“ Denn auch Gerstensaft wurde zum Weinabend ausgeschenkt. Schon zu Beginn des Festes bildeten sich Schlangen vor den wenigen Toiletten.

Von Christiane Leißner