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Altenburg „Grün für alle“ – Altenburger Kleingärtner werben mit den Vorzügen ihres Hobbys
Region Altenburg „Grün für alle“ – Altenburger Kleingärtner werben mit den Vorzügen ihres Hobbys
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07:47 28.12.2018
Diese Laube wird hübsch gemacht: In der Altenburger Sparte „Glück Auf“ haben Christian Schadeck (in der Tür stehend) und Sparten-Chef Klaus Engelmann einiges vor, um neue Interessenten für das Kleingärtner-Dasein zu gewinnen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Der Regionalverband der Kleingärtner im Altenburger Land ist bekannt für innovative und bislang noch nie dagewesene Ideen. Derzeit wird erneut so ein bislang in Thüringen, ja sogar Deutschland in Kleingartenkreisen einzigartiges Projekt umgesetzt. Unter dem Motto „Grün für alle“ entsteht derzeit in der Altenburger Sparte „Glück Auf“ ein Muster- und Lehrgarten, der ab kommender Vegetationsperiode keineswegs nur interessierten Kleingärtnern offen stehen soll.

„In Zeiten des stetigen Bevölkerungsrückgangs muss man überlegen, wie man das Kleingartenwesen für die Menschen wieder attraktiver macht“, sagte der Chef des Regionalverbandes, Wolfgang Preuß. Mit dem Garten in der „Glück Auf“ entsteht jetzt ein zentraler und für jeden Interessenten offenstehender Anlaufpunkt, wo man sich über die Reize und die Vielschichtigkeit des Kleingartenwesens informieren kann. „Und wo man sich unter Umständen auch Appetit für einen eigenen Kleingarten holen kann“, ergänzt Michael Wolf.

Netzwerke genutzt

Der langjährige Altenburger OB hat einen maßgeblichen Anteil, dass diese Imagekampagne für die grünen Fleckchen in Altenburg umgesetzt werden kann. Nicht umsonst ist Wolf, aus 18 Amtsjahren als Stadtoberhaupt hervorragend vernetzt, im Vorstand jetzt selbstredend nicht zufällig mit der Funktion des Marketingverantwortlichen betraut. Die für das Projekt unerlässlichen Fördermittel hat Wolff beschafft.

„Ich habe noch zu Zeiten als Oberbürgermeister ein Projekt des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft in die Hände bekommen, in dem im Freistaat Vorhaben unterstützt werden sollten, mit denen der demografischen Entwicklung begegnet werden soll. Und sofort war mir klar, dass dieses Programm zu uns Kleingärtnern ideal passt, haben wir doch gerade hier in Altenburg massive Überkapazitäten an Kleingärten und ein steigendes Alter der Nutzer“, so Wolf.

Bei Ministerium rannte der Regionalverband mit dem Plan förmlich offene Türen ein und bekam für den Mustergarten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 14 240 Euro, was 80 Prozent der erforderlichen Gelder ausmacht. Die Eigenanteile stemmte der Verband dank 3000 Euro, die drei Altenburger Großvermieter als Sponsoring zur Verfügung stellten, sowie jeweils 850 Euro aus eigenen Geldern und Mitteln der Anlage selber.

Attraktiver Treffpunkt

„Durch das Projekt konnten wir einen bislang ungenutzten Garten in unserer Anlage wieder einer sinnvollen Nutzung zuführen“, sagt Klaus Engelmann, Chef der Sparte „Glück Auf“. In der Parzelle wurde und wird nicht nur die Laube als Treffmöglichkeit hergerichtet. Auch im Freien entstehen Musterbeete und Sitzgelegenheiten, die perspektivisch auch für Klassen oder Kindergartengruppen als eine Art grünes Klassenzimmer genutzt werden können.

„Wir entwickeln mit diesem Lehrgarten unser vor Jahren eingeschlagenes Entwicklungskonzept mit der Stadt konsequent weiter“, erklärt Preuß. Denn Ziel sei nicht nur die Rücknahme des Grundes von ungenutzten Parzellen, sondern auch die Präsentation des Kleingartenwesens als eine attraktive und im sozialen wie pädagogischen Bereich sehr wertvolle Freizeitbeschäftigung, der nachzugehen es sich lohnt. „Wir müssen doch weg davon, das Kleingartenwesen nur als ständiges Sorgenkind zu betrachten, sondern im Gegenteil, wir müssen es als eine Art Schatz sehen“, plädiert Preuß.

Imagefilm und Flyer gehören auch dazu

In das Gesamtpaket, dass mit der Gesamtsumme von 17 800 Euro nun geschnürt werden kann, gehört deshalb beileibe nicht nur der Lehr- und Mustergarten in der „Glück Auf“. Begleitend dazu wurde auch ein in Deutschland bislang einzigartiger Imagefilm zu den Vorzügen des Kleingartenwesens für rund 3000 Euro produziert. Zudem erschienen entsprechende Informationsflyer.

Die mittlerweile nach Imagefilm & Co. schon vorliegenden Nachfragen aus ganz Deutschland beweisen den Machern, dass man in Altenburg in Sachen kleine Gärten erneut den berühmten grünen Daumen hatte. „Es bringt doch nicht allzu viel, Kleingärten anzubieten wie eine beliebige Ware im Regal. Wir müssen das Angebot vielmehr attraktiv und interessant für die breite Öffentlichkeit machen“, bringt es Wolf auf den Punkt.

Von Jörg Wolf

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