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Altenburg Gute Wünsche zum Neujahrskonzert am Altenburger Theater
Region Altenburg Gute Wünsche zum Neujahrskonzert am Altenburger Theater
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17:22 03.01.2019
Ungewöhnlicher Einstieg: Die Mitglieder des Tanzsportclub Schwarz-Gold und der Tanzschule Schaller enterten zum Radetzky-Marsch die Bühne. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Wie kann das wohl musikalisch funktionieren, so wird sich mancher Besucher des Neujahrskonzertes im Landestheater gefragt haben, als er den Titel dieser Veranstaltung gelesen hatte: „Hatschi?! Gesund und heiter ins Neue Jahr!“ Sollte vielleicht sogar ein Mitglied der berühmten Wiener Strauß-Dynastie einen Walzer oder eine Polka über den Erkältungsschnupfen komponiert haben?

Beste Neujahrswünsche ans Publikum

Diese Frage ließ Musikdirektor Thomas Wicklein als Maître de Plaisir bei seiner Begrüßung offen, nachdem er überschwänglich von Intendant Kay Kunze als „Herr Prof. Dr. Dr. Wicklein“ empfangen wurde. Danach ließ es sich Kuntze nicht nehmen, ans Publikum die besten Neujahrswünsche zu richten und zu erinnern, dass dieses Konzert wie auch ein reiches kulturelles Leben auch für unser körperliches Wohlbefinden, das ja offensichtlich im Zentrum des Neujahrskonzertes stehen sollte, sehr wichtig sei.

Danach ging es sogleich mit viel Schwung richtig los. Dieses Mal auch ungewöhnlich, denn der fast immer für das Finale vorgesehene Radetzky-Marsch eröffnete das Konzert und gab die Möglichkeit, alle Tänzer vom 1. Tanzsportclub Schwarz-Gold und der Tanzschule Schaller mit militärischen Ehren und entsprechender Garderobe auf die Bühne zu bringen. Insgesamt war der erste Teil des Programms jedoch den kleinen und kleinsten Tänzern vorbehalten, die ihre oft nicht ganz leichten Auftritte bestens bewältigten und das Publikum mit grazilen Bewegungen und fröhlichen Kostümen begeisterten.

Generalintendant Kay Kuntze begrüßte die Gäste. Quelle: Mario Jahn

Arabischer Tanz als Höhepunkt

Zu den spritzigen Rhythmen des prächtig aufspielenden Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera boten die jungen Ballettkünstler in der Choreographie von Birgit Schaller eine erlesene Show von der Polka bis zum russischen Trepak oder dem chinesischen Tanz aus Tschaikowskis „Nußknacker“. Zu den mit viel Beifall belohnten Höhepunkten dieses Teils gehörte auch der arabische Tanz der fast laut- und schwerelos dahinschwebenden, schleierumrankten vier Tänzerinnen sowie der „en pointe“ (Spitzentanz) vorgetragene Auftritt der kleinen Schwäne.

Mit bester Gesundheit ging man in die Pause, denn zuvor erklang – übrigens als erster Walzer des Konzerts – „Freut euch des Lebens“ von Johann Strauß/Sohn. Nach der Konzertpause galt dem Sport die besondere musikalische Aufmerksamkeit durch den „Schlittschuhläufer“ von Emile Waldteufel oder der „Sport-Polka von Josef Strauß. Dazu faszinierte der Tanzsportclub das Publikum mit rauschenden Walzerdrehungen und Maskeraden in pompösen Kostümen.

„Polka ohne Sorgen“ zum Finale

Besondere tänzerische Highlights schuf das mehrfach preisgekrönte Paar Joelina Ermold und Eric Rauschenbach zur Titelmusik der „Sendung mit der Maus“ und einem Rumba zu Astor Piazzollas „Oblivion“, das Robert Matthes auf der Oboe introvertiert und musikalisch verträumt veredelte. Viel Gebrüll der tanzenden Damen bei Jacques Offenbachs „Cancan“ läutete das Finale des Konzertes ein, das vom Publikum mit kräftigem Rhythmusklatschen begleitet wurde.

Was wäre noch zu erwähnen? Natürlich der wieder bestens aufgelegte Prof. Dr. Dr. Thomas Wicklein, der eine humoristische Anekdote und Moderation nach der anderen aus dem Ärmel schüttelte und dem ganzen Abend den besonderen Kick gab und – passend zum Konzerttitel – selbst ein wenig schnupfend, nur die besten Worte zur Gesundheit fand. Da konnte der Abend nicht ohne Zugaben zu Ende gehen. Derer gab es gleich zwei: Natürlich ein Diätwalzer und die „Polka ohne Sorgen“, vom Publikum jeweils in der Reprise mit einem vierfachen „Ha, ha, ha, ha“ kommentiert. Hoffen wir also nach diesem fröhlichen Konzert auf das Beste für 2019.

Von Felix Friedrich

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