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Altenburg Gymnasium Meuselwitz: Turnhalle fast renoviert – Anbau aber noch nicht
Region Altenburg Gymnasium Meuselwitz: Turnhalle fast renoviert – Anbau aber noch nicht
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07:36 12.03.2019
Von der Wand in der Turnhalle des Meuselwitzer Gymnasiums bröckelt der Putz Quelle: Jens Rosenkranz
Meuselwitz

Mit Protesten und Unterschriftensammlungen hatten Schüler und Eltern des Meuselwitzer Von-Seckendorff-Gymnasiums für eine Renovierung der heruntergekommenen Sporthalle und des Erweiterungsbaus im vergangenen Jahr demonstriert (OVZ berichtete). Die Aktionen zeigten Wirkung. Die noch 2018 begonnenen Instandsetzungen sind zum Teil erfolgt und sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das geht aus einer Antwort von Landrat Uwe Melzer (CDU) auf eine Anfrage der Kreistagsfraktion der Regionalen hervor, die sich nach dem Stand der Renovierung erkundigt hatten.

Im Bereich der Umkleide- und Sanitärräume und Flure seien vier Innentüren einschließlich der Beschläge sowie drei Zargen, Toilettenbecken, Urinale, Duschen und ein Teil der Waschbecken in den Waschräumen der Jungen und Mädchen erneuert worden, teilte Melzer mit. Dies erfolgte einschließlich der erforderlichen Rohrleitungen, Absperrarmaturen, Eckventile, Einhebelmischern, Duscharmaturen und -schläuche. Beginn der Arbeiten war die vorletzte Dezemberwoche, die Restleistungen erfolgten bis zur dritten Januarwoche.

Leistungen in Eigenregie

Ende Dezember seien die Materialien für die Malerarbeiten geliefert worden. Diese Leistungen wurden durch die Hausmeister in Eigenleistungen durchgeführt. Ziel war es, die Malerarbeiten in den Winterferien – so gut es geht – fertig zu stellen. Restleistungen würden dann noch Ausbesserungen nach Erneuerung der Rohrisolierungen sein. Auch die Edelstahleckprofile zum Kantenschutz seien noch nicht geliefert und würden dann noch montiert, heißt es in der Antwort weiter.

Die bisherigen Kosten bezifferte der Landrat auf 8000 Euro für Heizungs- und Sanitärinstallation, jeweils 2000 Euro für Tischlerarbeiten sowie für Maler und Anstriche. Noch offene Leistungen betreffen Rohrleitungsisolierung und den Rückbau von Waschtischen in Höhe von 1500 Euro.

Von den Wänden fällt der Putz

Nicht alle Arbeiten konnten indes bislang erledigt werden. Die Malerarbeiten an den Wänden bis auf Sockelhöhe in der Sporthalle können nur von Fachbetrieben ausgeführt werden, heißt es im Schreiben des Landratsamtes. Dazu würden entsprechende Angebote eingeholt. Die Arbeiten sollten nach Möglichkeit in den Ferien erfolgen, da die Halle dazu gesperrt werden muss. Der Kostenrahmen liege zwischen 6000 und 8000 Euro. Noch stehen diese Arbeiten aber aus. Dort bröckelt nach wie vor der Putz von den Wänden.

20 000 Euro gefordert

Ebenso wenig hat sich etwas im Erweiterungsbau getan. Auch dort hatten Eltern und Schüler eine Instandsetzung angemahnt, was die Fraktion der Regionalen aufgriff und zur Kreistagssitzung im Dezember als Antrag formulierte. Im Haushalt 2019 sollten zusätzlich 20 000 Euro für die Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in der Sporthalle und dem Erweiterungsbau eingestellt werden. Denn für beide maroden Gebäude sei in diesem Jahr nämlich gar kein Geld vorgesehen.

Regionale mahnen weitere Arbeiten an

Auch Altenburgs Ex-Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) übte scharfe Kritik an den Mängeln. „Ich habe eine Schule in einem solchen Zustand noch nie gesehen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, es ist Gefahr im Verzug“, mahnte er. Daraufhin fanden sich nicht benötigte Restgelder im 2018er Haushalt, mit denen die nun begonnene Renovierung bezahlt werden sollte.

Die Regionalen begrüßten die nun begonnenen längst fälligen Renovierungsarbeiten an der Schulsporthalle. „Die Ausbildung unserer Kinder sollte uns das wert sein“, heißt es in einer Presseerklärung von Kreistagsfraktionschef Klaus-Peter Liefländer. Er kündigte an, dass die Regionalen mit dem Haushaltsentwurf 2020 beantragen, dass weitere Mittel für die notwendige Sanierung bereit gestellt werden. Denn auch für den Anbau, in dem die Schülerspeisung stattfindet, „muss gemeinsam mit dem Landratsamt und der Stadt Meuselwitz eine langfristige tragbare Lösung gefunden werden. Die Schüler in einem baufälligen Gebäude ohne Toiletten ihre Mahlzeiten einnehmen zu lassen, ist ebenso wenig eine Option, wie der ersatzlose Abriss des Gebäudes, der einerseits für den Gymnasialstandort, anderseits aber auch städtebaulich für Meuselwitz nicht vertretbar wäre“, heißt es.

Von Jens Rosenkranz

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