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Altenburg Hochwasserschutz in Windischleuba kommt
Region Altenburg Hochwasserschutz in Windischleuba kommt
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19:14 09.10.2018
So wird er mal aussehen: Der neue Hochwasserschutz in Windischleuba. Quelle: Maike Steuer
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Windischleuba

Rund 50 Interessierte folgten vergangene Woche der Einladung von Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) und ließen sich beim Infoabend in der Feuerwehr erzählen, woraus der Damm gestrickt ist, der Windischleuba vor künftigen Fluten schützen soll.

Pünktlich am 8. Oktober starteten die ersten Vorbereitungen für den (Aus)bau des rund 800 Meter langen Hochwasserschutz mit dem Ziel, „dass die Ortslage künftig trocken bleibt, sofern das Hochwasser mitspielt und wir ordentlich gebaut haben“, wie es Projektingenieur humorig zusammenfasste.

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Anwesende reagieren eher verhalten

Während Reinboth „einfach nur froh ist, dass es losgeht“, reagierten die Anwesenden eher verhalten auf die Ausführungen. Vielmehr interessierte die Dorfbewohner die Frage nach dem Lärm und Dreck, der beim Einsatz von schweren Maschinen und Baufahrzeugen unvermeidbar ist. Es werde keine Invasion von 100 000 LKW geben und ausschließlich tagsüber gerüttelt und gewalzt, versicherten Reinboth und alle Beteiligten. Wobei: „Wir sollten uns nicht wegen jeder Schippe Erde aufregen, die eventuell runterfällt. Hochwasserschutz ist das Ziel, den Rest nehmen wir in Kauf!“

Bis Juni nächsten Jahres soll alles fertig sein, vielleicht auch früher – je nachdem, „ob der Winter kommt oder nicht“, so Grünert. Einen genauen Bauablaufplan gibt es aktuell noch nicht. Und auch die Frage, wie hoch das Wasser künftig steigen könnte, ohne das der Damm bricht, beantworteten die Experten zum Missfallen des Publikums nicht eindeutig. Bemessungsgrundlage für die notwendige Höhe des Damms sei ein „HQ 100“ also ein Hochwasser, wie es nur alle 100 Jahre vorkomme „plus eine halben Meter“. Was das ganz konkret heißt? Keine Aussage!

Auch ohne Hochwasser könnte es sein, dass ein Teil des neuen Damms irgendwann wieder weg gerissen werden muss – vorausgesetzt, die provisorische Pleißebrücke der B 7 wird jemals erneuert.

Von Maike Steuer