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Altenburg Hoffnung in Altenburg: Neue B 7 schafft Sprung in Bundesverkehrswegeplan
Region Altenburg Hoffnung in Altenburg: Neue B 7 schafft Sprung in Bundesverkehrswegeplan
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18:33 16.03.2016
Im Zuge des Neubaus der B 7 entsteht in Windischleuba auch eine neue Brücke über die Pleiße.
Im Zuge des Neubaus der B 7 entsteht in Windischleuba auch eine neue Brücke über die Pleiße. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Berlin

Sie ist drin. Die neue Bundesstraße 7 (B 7n), die Altenburg an die A 72 anbinden soll, steht auch im nächsten Bundesverkehrswegeplan. Zumindest im Entwurf, den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Allerdings ist sie dort anders enthalten als gedacht. War der Zubringer bisher Teil des A-72-Projektes, wurde sie nun der Verbindung zwischen A 72 in Frohburg und der A 9 in Zeitz zugeordnet.

Die neue Systematik hat zur Folge, dass nicht nur die B 7n Teil des Vorhabens ist, sondern auch die B 180 inklusive Westumfahrung Altenburg samt Verbindung nach Rositz und der Ortsumgehung Meuselwitz. Zudem sind alle Teilabschnitte als vordringlicher Bedarf gekennzeichnet. Das ist nach „fest disponiert“ die zweithöchste Wichtigkeit. „Dennoch sollte man nicht glauben, dass demnächst eine Ortsumfahrung Meuselwitz entsteht“, erklärte der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) auf OVZ-Nachfrage. Das werde sich noch über sehr viele Jahre hinziehen. „Bis 2030 ist das unrealistisch.“

Das belegt ein Blick auf die Planungsstände. Während für die B 7n als Verbindung zwischen Altenburg und A 72 ein Vorentwurf samt vom Bund genehmigter Linienführung vorliegt, gibt es für den Abschnitt nach Rositz nur Umweltverträglichkeitsvarianten. Die Ortsumfahrung Meuselwitz wird gar noch „ohne Planung“ geführt. „Für die B 7n heißt es nun, mit Planungen und Genehmigungen voranzukommen“, sagte Vogel. Der nun sechs Wochen zur Diskussion stehende Entwurf sei kein Realisierungsplan, weswegen nach wie vor keine Aussage über den Bauzeitpunkt möglich ist.

Trotzdem ist Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) glücklich: „Ein Dankeschön an den CDU-Staatssekretär Rainer Bomba, der Wort gehalten hat. Mit gemeinsamer Kraftanstrengung ist es gelungen, das Projekt in den vordringlichen Bedarf zu bekommen, was elementare Voraussetzung ist, die finanziellen Mittel zu bekommen.“

Von Thomas Haegeler