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Altenburg Illegaler Waffenbesitz? – Polizei durchsucht Wohnung von Reichsbürger in Altenburg
Region Altenburg Illegaler Waffenbesitz? – Polizei durchsucht Wohnung von Reichsbürger in Altenburg
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18:35 06.01.2017
In diesem Haus in der Altenburger Haeckelstraße hat die Polizei am Freitagnachmittag die Wohnung eines Mannes durchsucht. Er steht im Verdacht illegal Waffen zu besitzen.
In diesem Haus in der Altenburger Haeckelstraße hat die Polizei am Freitagnachmittag die Wohnung eines Mannes durchsucht. Er steht im Verdacht illegal Waffen zu besitzen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Aufregung in Altenburg: Auf der Suche nach illegalen Schusswaffen hat die Polizei am Freitagnachmittag die Wohnung eines 41-Jährigen in der Haeckelstraße durchkämmt. Neben der Kriminal- und Schutzpolizei war an der Maßnahme bei dem mutmaßlichen Reichsbürger auch eine Spezialeinheit des Landeskriminalamtes beteiligt. Ob bei dem mehrstündigen Einsatz etwas gefunden wurde, konnte die Staatsanwaltschaft Gera, die die Ermittlungen leitet, bisher jedoch noch nicht sagen. Ein Zusammenhang mit den Angriffen auf das Landratsamt und das Ordnungsamt der Stadt Altenburg, die beide nur wenige Meter entfernt sind, schließt die Behörde jedoch aus.

„Es ist ein gesondertes Verfahren und hat weder mit dem Landrats-, noch mit dem Ordnungsamt zu tun“, sagte der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Zschächner, auf Nachfrage. Vielmehr gehe man einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz nach, die die Ex-Freundin des Mannes erstattet habe. Dieser sei zudem der Reichsbürger-Szene zuzuordnen. Nach OVZ-Informationen hat der 41-Jährige die Frau, die jüngst aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war, auch bedroht – allerdings nicht mit Waffen. Daraufhin erstattete sie Anzeige, in der sie ihren Ex-Freund bezichtigt, illegal Waffen zu besitzen. Der Rosenkrieg des einstigen Paares geht auch zulasten eines Berner Sennenhundes. So musste das Tier bei Minusgraden am Freitag mehrere Stunden ausharren, bis ihn die Frau, die Ansprüche auf ihn erhebt, abholte.

Unterdessen sucht die Polizei fieberhaft intern nach einem Leck. Anstatt den Täter zu finden, ist es den Beamten offenbar wichtiger herauszufinden, wer die Informationen zur Waffe herausgegeben hat, mit der zwischen dem 30. Dezember und dem 2. Januar die Scheibe des Altenburger Ordnungsamtes durchschossen wurde. Die OVZ hatte exklusiv berichtet, dass es sich dabei um eine 6,35-Millimeter-Handpistole der Marke Browning handelt.

Von Thomas Haegeler