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Altenburg Immer mehr Existenzgründer in der Region: André Trebus gehört dazu
Region Altenburg Immer mehr Existenzgründer in der Region: André Trebus gehört dazu
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16:09 12.09.2019
André Trebus eröffnete einen Bauelemente-Handel in Altenburg, gab dafür ein jahrelanges Anstellungsverhältnis auf. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Immer mehr Menschen in Ostthüringen entscheiden sich dafür, aus dem normalen Arbeitsalltag herauszutreten und gehen einen mutigen Schritt in Richtung ihrer Leidenschaft: Wie die Industrie- und Handelskammer informiert, steigt die Zahl der Gewerbeanmeldungen nach Jahren des Rückgangs in Ostthüringen wieder moderat an. „Die Ideen und Vorhaben, mit denen potenzielle Gründer zu uns kommen, sind sehr vielfältig,“ erklärt der IHK-Gründungsberater Frank Lenz.

Einer dieser neuen Gründer ist André Trebus, der sich in der Schmöllnschen Straße in Altenburg mit seinem Gewerbe niedergelassen hat: Einen Bauelemente-Handel betreibt er.

Anfangs gingen nur kleine Aufträge

„15 Jahre habe ich bei der Pax gearbeitet“, erzählt der Diplom-Ingenieur der Richtung Bauwesen im Rückblick auf seine Zeit beim Fenster- und Türenhersteller in Rositz. „Und als ein guter Kollege dann einen neuen Job angefangen hat, dachte ich mir, dass ich das auch kann.“ Und so nahm im vergangenen Dezember alles seinen Lauf. Zusammen mit einem Unternehmensberater zog er das Prozedere durch – einen Businessplan erstellen, eine erste grobe Rechnung durchführen und ab damit zur Bank, die den Kredit gewährt. Am 1. April meldete André Trebus schließlich sein Gewerbe an und ist jetzt Ansprechpartner für alle, die auf der Suche nach sicheren Fenstern und Türen sind.

Anfangs ergatterte Trebus nur kleine Aufträge, führte Wartungsarbeiten durch. „Hätte ich gewusst, dass das mit den Aufträgen so spärlich anläuft, hätte ich schon zwei Monate früher die Werbetrommel gerührt“, sagt er. „Und es geht nur, wenn die Familie mitzieht“, fügt er hinzu. Und die steht hinter ihm. Bis jetzt ist er noch ein Ein-Mann-Unternehmen, steht aber auch in Kontakt mit anderen Existenzgründern seiner Branche aus der Region. „Im Moment geht das konditionsmäßig noch alleine, aber sobald noch mehr große Aufträge mit 150-Kilo-Haustüren kommen, wird das alleine kompliziert.“ Außerdem wird er demnächst den Ada-Schein bei der IHK absolvieren, um Auszubildende aufzunehmen und sein Wissen an junge Schulabgänger weiterzugeben.

200 mehr Existenzgründungen im ersten Halbjahr

Die IHK biete unabhängig vom Vorhaben allen Gründungsinteressenten eine mehrstufige Unterstützung an, so Gründungsberater Lenz. „Im ersten Halbjahr 2019 registrierten wir in Ostthüringen 549 Anmeldungen für eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb, 200 mehr als im Vergleich zu 2017. Das sind 46 Prozent der Gründungen insgesamt“, sagt Lenz. Die Zahl der Existenzgründungen im Haupterwerb sei im gleichen Maße gestiegen und liege bei 1198 im ersten Halbjahr 2019. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es 900.

Nebenerwerbsgründungen sind aus Sicht der IHK besonders interessant für jene, die unsicher sind, ob die Selbstständigkeit das Richtige für sie ist. Auch als Test eigne sich ein Nebenerwerb, ob man die Idee verwirklichen und davon leben könne. Wenn der Neben- zum Haupterwerb werde, sei das dann ein Sprung ins „lauwarme“ und nicht ins „eiskalte Wasser“.

Von Katharina Stork

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