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Altenburg Internationale Musical-Band gastiert in Nöbdenitz
Region Altenburg Internationale Musical-Band gastiert in Nöbdenitz
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08:08 18.07.2018
Für Sängerin Sara Dähn und Pianist Thomas Blaeschke ist ein Auftritt ein Erfolg, wenn die Zuschauer zufrieden nach Hause gehen. Quelle: Chr. Lutz/VoiceOverPiano.com
Altenburg

Als Pianist ist Thomas Blaeschke mit der Bremer Musical Company international erfolgreich. Mit dem Künstlernamen „Voice over Piano“ sind sie gemeinsam auf Bühnen unterwegs, von denen so mancher Künstler träumt. Am Sonnabend präsentieren sie auf dem Pfarrhof in Nöbdenitz eigene Songs und Interpretationen von Musical-Highlights aus „Cats“, Lieder von Udo Jürgens und rockige Interpretationen von Queen-Songs.

Im September 2016 begeisterten Sie mit „Voice over Piano“ das Publikum beim Sommerfest im Bundeskanzleramt. Ohne Nöbdenitz zu nahe treten zu wollen: Wieso verschlägt es Sie am Wochenende in die beschauliche Gemeinde im Altenburger Land?

Weil wir eine gesunde Mischung mögen. Eine Bekannte der Band kommt aus Nöbdenitz, sie stellte den Kontakt zur Kirchgemeinde her. Neben großen Open-Air-Konzerten in New York oder Berlin spielen wir auch gern für ein kleineres Publikum. So kam die Idee, ein Konzert auf dem Pfarrhof zu geben, der sich ideal für ein Open Air eignet. Das war vor Jahren. Langsam wird es zur Tradition: Am Sonnabend ist es unser dritter Auftritt in Nöbdenitz. Wir freuen uns auf neue und die bekannten Gesichter der vergangenen Jahre. Bei Regen gehts in die Kirche – eine willkommene Alternative bei den akustischen Möglichkeiten.

Finden sich im ländlichen Raum überhaupt genügend Zuschauer für ein solches Konzert, dass es sich für Sie lohnt?

Jede Leistung hat ihren Wert. Jeder Künstler trifft eigene Entscheidungen. Ein drittes Mal zu Gast in Nöbdenitz – das ist für uns eine Entscheidung, die wir mit dem Herzen treffen. Da spielt die Bezahlung oder der Erlös durch Tickets eine untergeordnete Rolle. Uns ist es wichtig, unserem Publikum einen tollen Abend zu ermöglichen.

Wann ist ein Auftritt von „Voice over Piano“ in Ihren Augen gelungen?

Alles, was neu für uns ist oder eine bestimmte Größenordnung hat, ist selbstverständlich eine Herausforderung und hat unseren Respekt. Der größte Erfolg ist für uns jeder Abend, an dem die Zuschauer Begeisterung zeigen und zufrieden nach Hause gehen. Es ist völlig egal, ob das im Bundeskanzleramt, bei einer Spendengala in New York oder auf dem Pfarrhof in Nöbdenitz passiert.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie nicht „nur“ hinter dem Piano sitzen, sondern auch moderieren?

Sara Dähn und ich – wir ergänzen uns ganz gut. Wenn sie für ein neues Outfit hinter die Bühne eilt, springe ich ein und unterhalte mich mit den Zuschauern – etwa über den geschichtlichen Kontext der Songs. Wir wollen unser Publikum immer einbeziehen und erreichen. Zum einen über die Musik, zum anderen durch Interaktion. Daher bemühe ich mich, so viel Humor wie möglich einzubringen, stelle den Zuschauern auch mal Fragen oder gebe ihnen die Möglichkeit, mich zu löchern.

Wie interpretiert „Voice over Piano“ die Songs bekannter Interpreten?

Durch unsere langjährige internationale Erfahrung haben wir unseren eigenen Stil entwickelt. Hinzu kommt der einzigartige Stil von unserer Sängerin Sara. Sie bleibt ihrem Stil treu, interpretiert Songs auf ihre Art. Wenn ein Künstler versucht, wie Whitney Houston zu singen, geht das meist schief. Sara singt „Ich weiß, was ich will“ nicht wie Udo Jürgens. Was auch gar nicht geht, weil sie eine hellere Stimme hat. Sie singt eben so wie Sara Dähn.

Was bringt Sie an Auftrittsorte wie die Pfarrscheune in Nöbdenitz zurück?

Positive Erinnerungen. Wenn eine eigene Dynamik und Zuneigung zwischen Zuschauern, Veranstaltern und Künstlern entsteht. Wie bei dem ersten Konzert in Nöbdenitz. Zwischendrin brachte ich einen lockeren Spruch. So nach dem Motto: „Wer sich kulinarisch verwöhnen lassen will, findet da hinten wunderbare Bratwürste.“ Der Bratwurstspruch war am Ende so lustig platziert, dass die kulinarischen Mitwirkenden beim Schlussapplaus auf die Bühne kamen. Allen Künstlern drückten sie statt Blumen eine Bratwurst in die Hand. Auf dem Teller, versteht sich. Die Leute haben sich totgelacht. Bei einer Erinnerung wie dieser überlegen wir nicht lange, ob wir wiederkehren.

Von Maria Sandig

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