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Altenburg „Jugend macht“ will Akteure in Altenburg vernetzen und stärken
Region Altenburg „Jugend macht“ will Akteure in Altenburg vernetzen und stärken
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20:05 29.08.2019
Die Initiative „Jugend macht" will in Altenburg verschiedene Akteure unter einem Dach bündeln und so die Interessen der Jugendlichen stärken. Quelle: Valentin Rühlmann
Altenburg

Sportvereine, Mitmachangebote, Kunstkurse: Eigentlich, möchte man meinen, gibt es für die Jugend der Skatstadt mehr als genug Angebote – oder?

Ja und nein, sagt dagegen Valentin Rühlmann vom Jugendforum. Zwar sei die Vielfalt durchaus gegeben, die Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten allerdings zumeist eher spärlich gesät. „Das fängt oft schon beim sportlichen Angebot an, obwohl wir über 20 Vereine in der Stadt haben“, versucht sich Rühlmann an einem Beispiel. All zu oft gingen aus Sicht der Jugendlichen Informationen zu Veranstaltungen oder besonderen Aktionen unter, „auch, weil die Vernetzung untereinander fehlt“. Zu häufig teile sich die Altenburger Jugend noch in einzelne kleine Grüppchen auf, das Wir-Gefühl fehle.

Zehn Akteure machen mit

Das wollen Rühlmann und seine Mitstreiter nun ändern und haben dazu eine neue Initiative ins Leben gerufen. Unter dem Banner „Jugend macht“ wollen sich künftig zehn skatstädtische Akteure organisieren und besser vernetzen. Bis jetzt sind neben dem Jugendforum auch das Jugendcafé, Como Vento, die katholische Jugend, die junge Gemeinde, das Ortsjugendwerk der Awo, die Kreissportjugend, die Jugendsendung „Röhre“ von TV Altenburg sowie die AG Jugendbeteiligung der Stadt mit von der Partie. „Und noch ist Luft nach oben, wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen“, betont Valentin Rühlmann.

Treffs, Workshops und Internetpräsenz geplant

Mit der Initiative sollen nun gemeinsame Aktionen gestemmt werden, um die Bedürfnisse der Jugendlichen in der Skatstadt stärker in den Vordergrund zu rücken und zu fördern. „Wir möchten unsere jeweiligen Schwächen ausgleichen und unsere Stärken stärken“, beschreibt Valentin Rühlmann den Ansatz.

Mehrere Projekte sind dazu bereits in Vorbereitung: So soll künftig etwa einmal im Monat zum Freitags-Treff ins Jugendcafé geladen werden, um dort in lockerer Atmosphäre über verschiedene Themen zu diskutieren oder Workshops abzuhalten. Geplant ist zudem eine zentrale Internetplattform, auf denen Informationen zu anstehenden Aktionen aller unter dem „Jugend macht“-Banner organisierten Gruppen zu sammeln. „Das dient einerseits der Übersicht, soll aber auch dazu dienen, gegenseitige Unterstützung zu organisieren.“

Mehr Mitbestimmung – auch auf politischer Ebene

Auch die politische Seite werde nicht ausgespart, fügt Rühlmanns Mitstreiterin Catrin Pengel an. Zwar säße die Jugend über die AG Jugendbeteiligung, als deren Sprecherin Pengel fungiert, bereits bei städtischen Entscheidungen mit am Tisch. „Aber oft verläuft in diesem Rahmen alles sehr bürokratisch, werden die Jugendlichen von manchen eher belächelt als ernst genommen“, spricht sie aus Erfahrung. Über „Jugend macht“ wolle man nun Wege finden, politische Mitbestimmung für die junge Generation auch wieder attraktiver zu machen. „Wir können uns etwa Online-Abstimmungen vorstellen“, fügt Valentin Rühlmann an.

Fördermittelantrag ist gestellt

Sicher, betonen beide, schwinge bei dem Vorhaben auch eine gehörige Portion Idealismus und womöglich auch Naivität mit. „Aber das kann sogar eine Stärke sein“, ist sich Rühlmann sicher. Immerhin sei „Jugend macht“ eben von den Jugendlichen selbst auf die Beine gestellt worden, als Trägerverein agiert im Hintergrund das Jugendcafé. Erwachsene bleiben weitestgehend außen vor. Lediglich Oberbürgermeister André Neumann (CDU) hat dem Projekt bisher mit einem Empfehlungsschreiben unter die Arme gegriffen – als Teil einer Bewerbung um Fördermittel des Bundes. Sollte hier ein Zuschlag folgen, könnte „Jugend macht“ weiteren Schub erhalten.

Von Bastian Fischer

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