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Altenburg Jugendarbeit im Altenburger Skat soll forciert werden
Region Altenburg Jugendarbeit im Altenburger Skat soll forciert werden
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09:21 09.06.2019
„Gut Blatt“ – Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (Mitte) verabschiedet die elf Jungskater, die Pfingsten in Warnemünde um Meisterehren kämpfen. Quelle: Silke Arnold
Altenburg

Elf junge Skatasse gingen gestern mit ihren Betreuern auf große Tour: Über Pfingsten starten sie bei der Deutschen Schüler- und Jugendmeisterschaft im Skatspiel in Warnemünde und kämpfen dort um Edelmetall. Die Kinder und Jugendlichen vertreten dort den Freistaat Thüringen – stammen aber bis auf einen Ilmenauer aus dem Altenburger Land.

„Wir hoffen schon auf die eine oder andere Medaille“, sagte Thüringens Jugendwart Mike Hettfleisch. Die Daumen werden von höchster Stelle gedrückt: Oberbürgermeister André Neumann (CDU) empfing gestern kurz vor der Abreise dafür das Team. Was auch ein Zeichen eines neuen Kurses sein soll. Neumann hat das Skatspiel als Altenburger Markenzeichen sozusagen zur Chefsache gemacht. „Skat ist immaterielles Kulturerbe und wie die Seele unserer Stadt. Nur leider ist dieser Schatz derzeit in Altenburg noch unterrepräsentiert“, so der OB.

Runder Tisch im Goldenen Pflug

Weshalb er am Mittwoch Vertreter aller im Kreis angesiedelten Skatvereine sowie dem Deutschen Skatverband zu einem Runden Tisch in den Goldenen Pflug eingeladen hatte, um die Strukturen der Vereine kennenzulernen und mit ihnen darüber zu reden, wie man dieses Kulturgut Skat wieder präsenter machen kann. „Allein die Anwesenheit aller neun Vereine zeigte, dass sie aufgeschlossen diesem Angebot gegenüberstehen“, freute sich Neumann. Schnell zeigte sich, dass das Thema Überalterung das größte Problem unter den derzeit aktiven 170 Mitglieder in den Vereinen ist.

Nachwuchsarbeit soll forciert werden

Die Anstrengungen zur Nachwuchsgewinnung sollen verstärkt werden. Die Vorschläge sind keine Neuerfindungen – vielmehr soll Bewährtes belebt werden. Zu den Ideen gehören die Austragung von Schulmannschafts-Meisterschaften, Betriebsmannschafts-Meisterschaften oder auch (Bundes-)Ländervergleichen sowie ein deutschlandweites Jugendturnier aller zwei Jahre in Altenburg. Vor allem die Kooperation mit Schulen soll intensiviert werden. Dass dies gut funktionieren kann, zeigt sich am Beispiel des Lerchenberg-Gymnasiums.

Arbeitsgruppe gebildet

In einer kleineren Runde sollen die Anregungen weiter bearbeitet werden. Seitens der Stadt bot Neumann Unterstützung an. So gebe es die Möglichkeit der projektbezogenen Vereinsförderung.

Die zwei Stunden am Runden Tisch waren ein anregender Erfahrungsaustausch. Der Oberbürgermeister ermunterte die Akteure, in der Jugend- und Nachwuchsgewinnung in die Offensive zu gehen, innovativ zu sein und dabei auch Vereinsgrenzen zu überwinden. „Im Kleinen beginnt oft Großes“, so das Stadtoberhaupt.

Von Jörg Wolf

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