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Altenburg Jugendcafé Altenburg sucht nach Zuhause
Region Altenburg Jugendcafé Altenburg sucht nach Zuhause
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06:07 08.04.2019
Zur Frühlingsnacht verkauften Janek Voos (3. v.l.) und seine Mitstreiter kiloweise Pommes und selbst gemachte Dips an ihrem eigenen Stand. Quelle: Maike Steuer
Altenburg

Ende November bei der ersten Pressekonferenz ließ sich die Zukunft des Jugendcafés Altenburg noch sehr positiv und nah an. Doch statt wie geplant jetzt im April mit den umfangreichen Renovierungsarbeiten im neuen Domizil im Reichenbachschen Palais durchzustarten, sind die Macher des Projektes weiterhin auf der Suche.

Suche gestaltet sich schwierig

Nach einem Ort für ihr Café, nach 60 bis 80 Quadratmetern in möglichst zentraler, aber vor allem für Jugendliche erreichbarer Lage für weniger als ein kleines Vermögen. Denn nachdem sich der Einzug des Cafés zusammen mit den Stadtmensch-Protagonisten an den Weibermarkt zerschlagen hat (OVZ berichtete), ist das Projekt von Janek Voos und seinen Mitstreitern aktuell mehr Theorie, als ihm lieb ist. „Es ist wirklich nicht einfach, den passenden Standort zu finden, denn auch wenn jede Menge rund um den Markt leer steht, scheitert es oft an den Mietvorstellungen der Eigentümer, es fehlen Toiletten oder müssten Anträge für eine Umnutzung gestellt werden, wenn dort bisher keine Gastronomie untergebracht war“, zählt der Vereinsvorstand auf.

Keine Übergangslösung

Aufgeben kommt freilich nicht in Frage – aber auch keine faulen Kompromisse. So haben sich die Cafégründer sowohl gegen eine dauerhafte Kooperation mit dem Paul-Gustavus-Haus (PGH) entschieden als auch gegen den Einzug in die neue Stadtmensch-Zentrale in der Moritzstraße 6. Der Grund ist bei beiden gleich: „Wir wollen was Eigenes für uns und keine Übergangslösung“, betont Janek. Denn der sonntägliche Kaffeeklatsch im PGH, den das Jugendcafé seit einigen Monaten mitgestaltet, mache zwar Spaß und die Leute seien nett, „aber es fehlt das jugendliche Flair“. Und das Quartier in der Moritzstraße sei keine Option, weil die Nutzung auf drei Jahre begrenzt sei, „und wir wollen ja, dass es auch nach dem Ende der Stadtmensch-Förderung für uns weitergehen kann“. Also weitersuchen.

Erfolgreiche Frühlingsnacht

Während die passende Immobilie noch auf sich warten lässt, sitzen die Vereinsmitglieder jedoch nicht untätig rum. So präsentierten sie sich erstmals mit einem eigenen Stand vor der Farbküche zur Frühlingsnacht – mit sehr positiver Resonanz. „Es lief richtig gut. Auch unsere ,I love Jugendcafé’-Buttons waren nach einer Stunde weg. Es war echt schön zu hören, wie viele Leute inzwischen von unserem Projekt wissen und mitverfolgen, was wir machen“, freut sich Janek.

Jugendcafé macht mobil

Obwohl eine Wiederholung nicht so schnell geplant war, ist das Jugendcafé bereits zum Welttanztag am 29. April wieder auf dem Markt präsent und schmiedet für die warme Saison bereits „mobile“ Pläne: „Wir wollen unsere Zelte in verschiedenen Quartieren aufschlagen, um noch mehr Jugendliche zu erreichen“, verrät der Schüler des Friedrichgymnasiums.

Unterstützer willkommen

Ob es mit dem eigenen Laden in naher Zukunft doch noch klappt? Das vermag zum jetzigen Zeitpunkt keiner zu sagen. Nichtsdestotrotz oder vielleicht auch weil gerade alles so kompliziert scheint, freut sich der junge Verein besonders über finanzielle Unterstützung wie die vom Klinikum Altenburger Land. „Für jeden Läufer, der dieses Jahr beim Skatstadtmarathon zu deren Team gehört, spenden sie uns 10 Euro.“ Das Geld trägt zum Wachstum eines Polsters bei, das ihnen im besten Fall den Start abfedert. In ihrem eigenen Café.

Von Maike Steuer

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