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Altenburg Jugendweihe-Saison im Altenburger Land beginnt am Samstag
Region Altenburg Jugendweihe-Saison im Altenburger Land beginnt am Samstag
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04:19 04.04.2019
So wie diese Jugendweihlinge 2018 steht Samstag schon der nächste Jahrgang im Mittelpunkt. Quelle: Mario Jahn
ALTENBURG

Wenn am Samstag wieder scharenweise Jungen und Mädchen in Anzügen und schicken Kleidern ins Altenburger Landestheater strömen, um es anderthalb Stunden später als junge Männer und Frauen zu verlassen, dann hat die Jugendweihe-Saison offiziell begonnen. Doch anders als zu DDR-Zeiten muss heutzutage keiner der 438 Teilnehmer im Landkreis ein Gelöbnis auf den sozialistischen Staat ablegen, sondern wagt symbolisch einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden. Eine Feierstunde – umrahmt von familiären Zusammenkünften mit Aussicht auf reichlich (Geld)geschenke.

Jugendweihlinge am christlichen Gymnasium

Unter den Jugendweihlingen der beiden Auftaktveranstaltungen werden auch 27 Schülerinnen und Schüler des christlichen Spalatingymnasiums sein. Aber gehen die nicht eher zur Konfirmation? Auch, aber eben nicht nur, denn obwohl das Gymnasium das einzig konfessionelle im Altenburger Land ist, steht dessen Besuch generell allen Kindern und Jugendlichen unabhängig ihres Glaubens offen.

Lieber in Familie als auf der großen Bühne

Nachgefragt in der 8a, finden die bald Erwachsenen nichts Ungewöhnliches an dieser Zweiteilung – messen der nahenden Jugendweihe selbst aber auch zumeist keine große Bedeutung bei. „Ich freu mich darauf, einige meiner Verwandten wiederzusehen, die von weiter weg anreisen. Die Feierstunde selbst ist für mich eher eine Pflichtveranstaltung“, findet der 13-jährige Hannes. „Eher kleiner“, feiert auch Lisa (14) diesen Tag mit ihrer Familie. Ja, natürlich habe sie sich ein schönes Outfit besorgt, aber die große Bühne im Landestheater müsse es ihrer Meinung nach nicht sein. „Es ist doch peinlich, wenn da hunderte Leute zugucken. Mir würde ein Fest im Rahmen meiner Familie reichen.“

Also die Jugendweihe abschaffen, wenn sie doch nur lästig und „gar nicht so wichtig“ ist? „Nein“, sagt Tim (14) bestimmt. „Für mich ist dieser Tag schon etwas Besonderes. Natürlich ist man danach nicht automatisch erwachsen, aber man macht einen Schritt in die richtige Richtung.“

Was gefeiert wird, ist kein Thema

Konstantin (13) hingegen muss noch bis Pfingsten und den 70. Geburtstag seiner Oma warten, bis er feiern darf. Denn er geht zur Konfirmation. „Das wird schon groß. Allein schon wegen meiner Oma.“

Egal ob Jugendweihe oder Konfirmation – Thema auf dem Pausenhof seien die verschiedenen Feierlichkeiten, worin sie sich ähneln oder was anders läuft, das Glaubensbekenntnis, welches dem einen innewohnt und dem anderen fehlt, jedoch nicht, ist sich die 8a einig.

Verein fördert offene Jugendarbeit

Anja Töpfer „feiert“ jedes Jahr aufs Neue Jugendweihe – und das 2019 insgesamt acht Mal an drei Samstagen allein in Altenburg. Als Vorsitzende des Vereins Jugendweihe Ostthüringen und Ansprechpartnerin für alle Altenburger weiß sie, was Eltern und Kinder bewegt: „Den Erwachsenen ist es immer noch ein Anliegen, die Tradition der Jugendweihe weiterzureichen.“ Gleichzeitig habe sich auch das Interesse erhöht, mehr über den Ablauf der Feier zu erfahren. „Die Zahl der Elternabende hat sich erhöht. Heutzutage sind viel mehr Eltern bereit für Gespräche, was für uns eine gute Möglichkeit ist, auch unsere Veranstaltungen im Bereich der offenen Jugendarbeit anzusprechen“, so Töpfer.

Von Maike Steuer

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