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Altenburg Kapitaler Rohrbruch legt Altenburger Norden über Stunden trocken
Region Altenburg

Kapitaler Rohrbruch legt Altenburger Norden über Stunden trocken

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14:34 27.07.2020
Wasserrohrbruch in Nord: Auch die Altenburger Feuerwehr musste ausrücken. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Plötzlich war das Wasser weg: Mehrere Tausend Anwohner im Altenburger Norden saßen am Freitagabend eine Zeit lang auf dem Trockenen. Um nasser war’s in der Stauffenbergstraße: In Höhe der Hausnummer 52 war gegen 20 Uhr eine Haupt-Trinkwasserleitung gebrochen. Das mächtige Rohr mit 30 Zentimetern Durchmesser war auf einer Länge von vier Metern geborsten, schilderte am Montag die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa).

Mit weitreichenden Folgen: Um die Wasserzufuhr zu stoppen, mussten die Schieber von drei Zuleitungen geschlossen werden. Dadurch war das gesamte nördliche Versorgungsgebiet von Altenburg für insgesamt zwei Stunden ohne Trinkwasserversorgung – der Schlachthof eingeschlossen, bilanzierte die Ewa. Auch die Druckerhöhungsstation Rautenberg, die zugleich Übergabestelle für das Fernwasser aus Torgau ist, ging in den Störungsmodus, schaltete sich ab.

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Ewa-Bereitschaft binnen zehn Minuten vor Ort

Um 20.05 Uhr war die Störungsmeldung in der Ewa-Leitstelle eingegangen – binnen zehn Minuten eilten die Kollegen der Bereitschaft vor Ort. Nachdem der Schadensbereich gesichert war, musste die Druckerhöhungsstation wieder hochgefahren und das Trinkwassernetz für das nördliche Altenburg langsam wieder gefüllt und entlüftet werden.

Nur die provisorische Leitung für Teile der Barlachstraße kündet von dem unterirdischen Rohrbruch. Die betroffene Leitung ist trocken gelegt. Quelle: Andy Drabek

Gegen 22 Uhr war die Wasserversorgung wieder hergestellt, teilte die Ewa mit. Das Ringsystem des Leitungsnetzes, in dem die Zuflüsse mit Schiebern gesteuert werden, bietet entsprechende Ausweichmöglichkeiten. Für die Wohnungen in der Barlachstraße 1 bis 8 musste allerdings eine Notversorgung über ein Provisorium geschaffen werden, das um 23 Uhr in Betrieb genommen worden sei und bis zur Reparatur des Rohrbruches aufrecht erhalten werde.

Leitungen aus den 1980er-Jahren

Nach der Untersuchung des kapitalen Schadens werde derzeit geprüft, ob sich die Leitung reparieren lasse oder ausgetauscht werden muss. Immerhin sind die Rohre vor Ort fast 40 Jahre alt. Auch Reinigungsarbeiten waren am Samstagvormittag nötig: Der Kreuzungsbereich von Stauffenbergstraße und Kauerndorfer Allee samt Fußweg sei durch Ewa-Vertragsunternehmen mit Unterstützung der Feuerwehr gesäubert worden.

Von Kay Würker