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Altenburg Keine Bewerber, keine Zeit: AfD tritt nicht zur Stadtratswahl in Altenburg an
Region Altenburg Keine Bewerber, keine Zeit: AfD tritt nicht zur Stadtratswahl in Altenburg an
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18:42 10.04.2019
Die AfD tritt zur Kreistagswahl an, verzichtet aber auf die Bewerbung für den Altenburger Stadtrat. Quelle: red
Altenburg

Die AfD wird auf eine Kandidatur zur Stadtratswahl in Altenburg verzichten. Das erklärte Thomas Rudy, einer der beiden Kreisvorsitzenden, gegenüber der OVZ. Als Grund nannte er fehlende Kandidaten, die ihr Mandat auch zeitlich wahrnehmen könnten. Dies hatte sich bereits auf der Mitgliederversammlung im März in Rositz angedeutet (OVZ berichtete). Allerdings war danach innerparteilich eine Diskussion entbrannt, doch noch weiter nach Bewerbern zu suchen, auch weil die AfD durchaus das Potenzial habe, in Altenburg zweitstärkste Fraktion zu werden, wie Rudy behauptete.

Bewusster Verzicht

Auf eine mögliche Kandidatur für den Stadtrat Altenburg verzichte die AfD bewusst, hieß es im März. Die Mehrzahl der bislang infrage kommenden Mitglieder sei beruflich stark engagiert und würde möglicherweise Mandate übernehmen, ohne die notwendigen Zeit für die Stadtratsarbeit aufbringen zu können. Dies sei verantwortungslos, hatte Uwe Rückert erklärt, der die AfD-Liste im Kreistag anführt.

Einschüchterung der Mitglieder

Fehlende Bewerber hatte Rudy auch mit der Einschüchterung seiner Mitglieder begründet. Einige hätten Angst vor dem Druck der Vorgesetzten, andere vor Ausgrenzung im privaten oder beruflichen Umfeld, Unternehmern würden Aufträge entzogen, sagte der Kreissprecher. Dies sei auch der Grund dafür, dass ein Kandidat beinahe seine Bewerbung für den Kreistag wieder zurückgezogen hätte. Er habe nur mit Mühe dazu überredet werden können, nicht abzuspringen. Unter solchen Bedingungen nehme die Demokratie Schaden, sagte der Landtagsabgeordnete aus Gößnitz. Namen und konkrete Beispiele wollte Rudy freilich nicht nennen.

Landtagskandidaten nominiert

Neben Listen für den Kreistag sowie für zwei Stadt- und zwei Gemeinderäte hatte die AfD in Rositz auch zwei Kandidaten für die Landtagswahl im Herbst nominiert, die sich um die beiden Direktmandate bewerben. Dabei handelt es sich um Rudy selbst, der im Wahlkreis 43 antritt, der unter anderem die Städte Schmölln, Meuselwitz und Lucka abdeckt. Uwe Rückert tritt im Wahlkreis 44 und damit in Altenburg an. Rückert ist Bundeswehr-Offizier und war 2016 eigenen Angaben zufolge aus Protest aus der CDU ausgetreten.

Unterdessen steht fest, dass die AfD ihre Bewerbung für zwei Sitze im Gößnitzer Stadtrat schon wieder zurückzieht. Grund sei eine längerfristige Krankheit einer Kandidatin. Allein werde er nicht antreten, sagte Rudy, der als zweiter Bewerber nominiert worden war.

Von Jens Rosenkranz

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