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Altenburg Kinder-Gaudi mit Jonglage, Gespenstschrecken und flotten Flitzern
Region Altenburg Kinder-Gaudi mit Jonglage, Gespenstschrecken und flotten Flitzern
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17:22 16.09.2019
Leonie und Leane von links versuchen sich am Jonglieren mit dem Flowerstick. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Seit diesem Montag können in vier Altenburger Geschäften Skatstadtflitzer ausgeliehen werden – blaue Bobby Cars zum Erkunden der Innenstadt für alle 1-5-Jährigen. Bereits am vergangenen Sonnabend testeten kleine Autofans die Gefährte am Markt auf ihre Fahreigenschaften. Der Motorclub Schmölln im ADAC hatte für die Jüngsten eigens neben dem Rathaus einen Parcours aus Verkehrskegeln aufgebaut und überwachte fürsorglich das Treiben der zukünftigen Verkehrsteilnehmer. Wer schon zu groß war für den Mini-BMW, konnte mit einem der beiden Tretautos loskurbeln. Jedes Kind erhielt nach Durchfahren des Ziels eine Urkunde und kleine Geschenke.

Ausfahrt auf dem Markt: Mitglieder des Motorclubs Schmölln weisen die Kinder in den Skatstadtflitzer-Parcours ein. Quelle: Andy Drabek

Auch an der Brüderkirche stand am Sonnabend alles im Zeichen der Kinder. Das Familienzentrum Altenburg feierte seinen zehnten Geburtstag mit einem großen Kinder- und Jugendfest. Unter dem Thema „Alles Gute für die Zukunft“ gab es viel Wissenswertes zu Umweltschutz und ökologischer Nachhaltigkeit zu erfahren – natürlich gleich umgesetzt am praktischen Beispiel, denn grau ist alle Theorie. So zeigte der DRK-Kindergarten, dass sich durch sogenanntes Upcycling aus alten Tetra Paks hervorragend Stifteboxen kreieren lassen, während die Damen von der Evangelischen Gemeinde mit den Kindern aus dem gleichen Material Geldbörsen bastelten.

Beim DRK bastelten die Kinder unter Anleitung Stifteboxen aus Tetra Paks. Quelle: Mario Jahn

Wie sich aus Styropor und alten CDs Discokugeln machen lassen, konnten die jungen Besucher am Stand des Johanniter-Kindergartens erfahren. Pfarrer Andreas Gießler baute Insektenwohnungen aus Ziegelstein, Lehm und stabilen Pflanzenstängeln, und im Weltladen war für die Kleinsten eine Kuschelecke zum Hörspiel-Genießen eingerichtet.

Leni-Sophie Schöneich und ihre Mitstreiterinnen vom Spalatin-Gymnasium fertigten mit den Kindern Tuschezeichnungen von Bäumen an und sensibilisierten so für das Thema Wald. Die Klassensprecherinnen nutzten das Fest, um mit ihren Flyern auf die Brände im Amazonas-Regenwald hinzuweisen und Spenden für die Umweltorganisation WWF zu sammeln. Sie wollen damit die Wiederaufforstung unterstützen.

Viele der Kinder beantworteten an den Ständen eifrig Fragen zu Natur und Umwelt und sammelten Stempelpunkte im Laufpass. Es galt, so viele Stempel wie möglich zu erlangen, denn als Preise lockten Becherlupen und Forschersets.

An der Station von Jeremy Eichler wartete eine besondere Herausforderung. Der Biologiestudent hatte mehrere Terrarien mit lebenden Gespenstschrecken dabei und ließ die Kinder die Tiere im Gesträuch suchen. Das sogenannte Wandelnde Blatt zu finden, war gar nicht einfach – so gut war es getarnt. Doch um den ersehnten Stempel zu erhalten, musste noch eine Mutprobe bestanden werden: Jeder sollte die große schwarze Dorngespenstschrecke anfassen. Das kostete einiges an Überwindung, und da nütze es wenig, wenn man wusste, dass das gruselige Tier gar nicht mehr lebte.

Die Insektenbestimmung am Nabu-Stand war dagegen die reinste Erholung – zur Erfrischung gab’s Apfelsaft von Streuobstwiesen.

Körperlich aktiv werden konnten die Kinder beim Jonglieren und Teller kreisen lassen. Auch die drei Kickertische waren ständig dicht umlagert. Ein buntes Treiben, das am Samstag an der Brüderkirche bis in den Abend hinein währte.

Von Dana Weber

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