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Altenburg Kirchgemeinde Altenburg sorgt sich um Denkmalpreis und kritisiert Jury-Chef
Region Altenburg Kirchgemeinde Altenburg sorgt sich um Denkmalpreis und kritisiert Jury-Chef
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19:16 21.08.2018
Die evangelische Kirchgemeinde sollte für die restaurierte Apsis der Agnes-Kirche den Altenburger Denkmalpreis bekommen. Dass daraus nichts wird, sorgt nun für eine heftige Debatte. Quelle: Maike Steuer
Altenburg

Die Debatte um den Denkmalpreis ebbt nicht ab und nimmt nun an Schärfe zu. Anlass dazu bietet ein offener Brief der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Altenburg an Peter Müller, Stadtratsfraktionschef von Pro Altenburg, der die Vergabe-Jury leitet. Darin behaupten Kirchenratsvorsitzender Cristian Götze und Pfarrer Sandro Vogler, dass Müller sowohl den Denkmalpreis als auch den Ruf der Stadt erheblich beschädigt habe.

Kirchgemeinde bekommt Preis nicht

Grund dafür sei das Bestreben des Jury-Chefs, die Vergaberichtlinien so zu ändern, dass nicht mehr nur allein sanierte Fassaden prämiert werden sollten, sondern ein gesamtes Kulturdenkmal (OVZ berichtete). Außerdem kritisieren die Kirchenvertreter die Rolle Müllers bei der Vorauswahl der Kandidaten. Die Kirchgemeinde war für ihre Leistung bei der Sanierung der Apsis der Agnes-Kirche als Preisträger von der Jury auserkoren worden, obwohl sie als Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts gar nicht kandidieren durfte.

Ruf des zweiten Siegers

„Bei Ihrer Kenntnis der Richtlinien wäre es doch Ihre Aufgabe gewesen, juristisch nicht korrekte Vergaben zu verhindern“, erklären nun Götze und Vogler. Hier die Schuld öffentlich einzig auf einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung abzuwälzen, „ist eines Fraktions- und Ausschussvorsitzenden nicht würdig“, heißt es weiter. Leider habe Müllers Agieren bewirkt, „dass nicht nur am diesjährigen Preisträger der Ruf des zweiten Siegers haftet. Durch die geforderte Einteilung in Voll- und Teilleistungen haftet auch „den Preisträgern der letzten Jahre der Ruch des ,Unwürdigen‘ an“. Müller habe offenbar nicht die geringste Kenntnis davon, welch enorme Aufwendungen es in handwerklich-fachlicher, zeitlicher und finanzieller Hinsicht bedarf, die für Altenburg stadtbildprägenden Jugendstil- und Gründerzeitfassaden zu restaurieren. Ansonsten würde er bei Fassaden nicht als „Teilleistungen“ sprechen, heißt es im Schreiben.

Müller bezeichnet Vorwürfe als unsachlich

Der Jury-Chef wollte sich gegenüber der OVZ zu Details des offenen Briefes nicht äußern. Auf derart unsachliche Vorwürfe antworte er nicht, sagte Müller.

Das Verhältnis zwischen Götze, der lange Jahre Mitglied von Pro Altenburg war, und Müller gilt als zerrüttet. Götze wechselte zur letzen Wahl die Fronten und trat von Pro Altenburg zur CDU über.

Von Jens Rosenkranz

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