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Altenburg Kirmes, Kaffee, Kanonenqualm: Drei heiße Tage in Meuselwitz
Region Altenburg Kirmes, Kaffee, Kanonenqualm: Drei heiße Tage in Meuselwitz
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19:14 01.09.2019
Auf dem Rummelplatz hatten Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut, lockten vor allem die Jugend an. Quelle: Jörg Reuter
Meuselwitz

Laut, bunt und heiß war es am Wochenende in Meuselwitz. Stadt und Vereine hatten von Freitagnachmittag bis Sonntagabend zur Stadtfest-Kirmes in die Schnauderstadt eingeladen. Das abwechslungsreiche Programm startete mit einer Andacht in der Kirche und davor im Heimatmuseum mit der Eröffnung der Sonderstellung mit Bildern der in Meuselwitz aufgewachsenen Wirtschaftsprofessorin und Malerin Sylvia Vandermeer. Sie zeigt einige ihrer Aktbilder, die ein Stück weit an das Werk von Gustav Klimt erinnern.

Kaffee und Kuchen im Heimatmuseum

Es seien richtig viele Leute zur Vernissage dagewesen, plauderte Monika Kirmse vom Heimatverein zufrieden am Sonnabend bei einem Kaffee. Traditionell beteiligen sich Verein und Museum am Stadtfest. Dann gibt es immer Sonderöffnungszeiten und Kaffee und Kuchen. „Das wird an allen Tagen sehr gut angenommen, auch heute waren schon 25 Besucher bei uns“, zog sie Zwischenbilanz, während neue Gäste, der Hitze auf dem Festplatz entfliehend, die Ausstellungsräume besuchten.

„Das Wetter ist ja okay, aber fünf Grad Celsius weniger hätten auch vollkommen gereicht“, meinte dazu Bürgermeister Udo Pick (BfM) auf dem Weg zu einem kühleren, schattigen Platz. Trotzdem war dem Stadtoberhaupt zum Schwärmen zumute: „Ich war zum Kaffee mit dem Stadtorchester im großen Zelt auf dem Markt, die Ausstellungseröffnung fand ich toll und schon am Freitagabend war beste Stimmung“, schätzte Pick ein.

Für die Jugend gibt es den Rummel

Besucher Andreas Zimmermann konnte das nur bestätigen. „Gar nicht schlecht“ fand der Meuselwitzer den ersten Abend, auch wenn „Rockfonie“ mit ihren Queen-Coversongs nicht ganz ans britische Original herangereicht hätten. Angenehm sei zudem gewesen, dass für die Eltern-Generation im Stadtzentrum etwas geboten wurde, während die Jugend auf dem Rummelplatz hinterm Seckendorff-Park auf den Fahrgeschäften ihren Spaß hatte. „Und richtig schön ist es zu sehen, wie viele Jugendliche es gibt“, fand er.

Zu denen gehörte die Truppe um Toni und Ben. Ja, das Stadtfest mache ihnen Spaß, erklärten die Teenager. „Die Fahrgeschäfte sind in Ordnung, das passt schon“, ordnete Toni ein. Und auch der Rest des Festes in der Innenstadt sei einen Besuch wert. „Man muss ja auch mal etwas essen“, ergänzte Ben lächelnd.

Dieses Stadtfest hatte viele Gesichter: Drei Tage lang feierten die Meuselwitzer ihre Stadt – mit Musik und Fahrgeschäften, Kunst und Kirmes, Böllerschüssen und Kaffeetafeln.

Rockmusik und Vereinsaktivitäten

Mutzbraten, Roster, Steaks, Kuchen, Eis, Hotdogs und Süßes zum Naschen an jeder Ecke, nein hungrig oder durstig musste beim Stadtfest wirklich niemand bleiben. „Die Stimmung ist angenehm und es wird überall viel Verschiedenes geboten“, begründete Lothar Pauer warum er mit seiner Frau gern und regelmäßig von Lucka nach Meuselwitz zum Stadtfest kommt. Dazu ließ er sich ein Bier im Schatten schmecken und hörte den Maeckis zu, die gerade auf der Bühne am Baderdamm Rock-Klassiker zum Besten gaben, wie später auch Zentromer im großen Festzelt.

Live-Musik hier, Vereinsaktionen wie etwa am Stand der Tombola dort: Das Stadtfest hatte viele Gesichter. „Wir haben fast alle unsere Lose verkauft“, berichtete Claudia Leibold. Der vor rund einem Jahr gegründete Yukandeara-Verein, der zweimal wöchentlich donnerstags und freitags in der Kulturhalle in Zipsendorf Kampfsport trainiert, hatte dieses Mal die Verantwortung für die Stadtfest-Tombola und den Erlös daraus. Die Preise stammen wie in jedem Jahr von Sponsoren, die diesmal ein E-Bike als Hauptgewinn ausgelobt hatten. „Den Erlös aus dem Losverkauf brauchen wir im Verein für Matten und Ausrüstung“, sagte die Glücksfee in der Losbude.

Schützen feiern ihr 25-Jähriges

Eine Straße weiter bei der Privilegierten Schützengesellschaft Meuselwitz war auch ein glückliches Händchen gefragt. „Wir suchen jedes Jahr zur Kirmes in Meuselwitz den Stadtmeister im Schießen mit der Sportarmbrust“, erläuterte René Bastisch am Sonnabend hinterm Schießstand. Am Sonntag waren die Meuselwitzer Schützen zudem für einen weiteren Höhepunkt des Festes verantwortlich. Denn der Verein feierte mit einem Festumzug, Böller-Schüssen und qualmenden Kanonen im Rahmen des Stadtfestes sein 25-jähriges Bestehen. Vom Rathenauplatz bis zur Orangerie zogen die Uniformierten – mit dabei auch der Schützenverein Barbarossa aus Altenburg und die Großkaliberschützen aus Haselbach/Regis.

Von Jörg Reuter

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