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Altenburg Kita-Kinder lernen im Mauritianum hiesige Tierwelt kennen
Region Altenburg Kita-Kinder lernen im Mauritianum hiesige Tierwelt kennen
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15:08 22.05.2019
Im Zuge eines Pilotprojekts wird Kindern der Kita Haselbach im Mauritianum Altenburg die hiesige Natur näher gebracht. Quelle: Bastian Fischer
Altenburg

Große Augen gab es kürzlich im Mauritianum. Dort wuselten zig Knirpse zwischen den Exponaten hin und her, bestaunten Wölfe und Wasserbüffel und löcherten Mitarbeiterin Anja Rohland mit Fragen. So weit, so normal. Und doch verbarg sich hinter dem Termin mehr als der übliche Besuch im Naturkundemuseum.

Eintauchen in die Tierwelt direkt vor der Haustür

Denn unter dem etwas sperrigen Titel „Pflanzen und Tiere der Auenlebensräume rund um Haselbach“ wird in der Parkstraße derzeit eine Art Pilotprojekt erprobt. Seit März tauchen die Kinder der Haselbacher Kita „Geschwister Scholl“ unter Anleitung von Anja Rohland tief in die Tierwelt direkt vor ihrer Haustür ein. Was kreucht und fleucht eigentlich durch die Pleißenaue, wie ernähren sich die Tiere, wo und wie ziehen sie ihre Jungen auf? Das sind nur einige der Fragen, die seit März und noch bis November beantwortet werden sollen.

Pro Monat sind verschiedene Exkursionen rund um Haselbach geplant, zwei Mal kommen die Kinder im Mauritianum zusammen, um über bestimmte Themen zu sprechen. So standen bei der jüngsten Veranstaltung etwa die Vögel der Region im Fokus, wollten von den Kindern erkannt und ihrem jeweiligen Lebensraum zugeordnet werden.

Kinder werden zu Selbstständigkeit angehalten

Ein Konzept, das zumindest in den Augen von Kita-Leiterin Gabi Schellenberg, voll aufgeht. „Die Kinder lernen so, ihre Umwelt viel bewusster wahrzunehmen. Im Mauritianum haben sie viel Anschauungsmaterial, können auch mal die Präparate anfassen, die Natur ganz anders erfahren“, zählt sie auf. Und noch etwas sei zu beobachten: „Sie werden so zudem motiviert zu reden, sich zu konzentrieren, auch einfach mal zuzuhören.“

Ähnlich zufrieden äußert sich auch Anja Rohland. „Wir setzen ganz bewusst nicht auf allzu viel Theorie. Die Kinder sollen selbstständig lernen und viel ausprobieren“, erklärt sie. Dazu gehört dann auch, beim Ausflug rund um die Haselbacher Teiche mal selbst den Kescher in die Hand zu nehmen, um zu erfahren, wie viel Leben in den hiesigen Wasserläufen steckt.

Daneben werden die Kleinen angehalten, auf Exkursionen in einer eigenen „Museumsbox“ spannende Fundstücke zu sammeln, die beim nächsten Museumsbesuch eingehender besprochen werden können. „So kann man nicht nur in der freien Wildbahn Dinge wiedererkennen, die im Museum schon besprochen wurden, sondern auch ganz nebenbei die Kinder für die Natur und deren nachhaltige Entwicklung sensibilisieren", ist sich Rohland sicher.

Ein Projekt mit Zukunftspotenzial?

Finanziert wird die derzeit laufende Runde des Projekts aus Mitteln des von Land und EU geförderten Projekts „Blaue Flut und Gerstenbachaue“ – zunächst bis zum Jahresende. Wie es danach weitergeht, gibt Anja Rohland zu, ist offen. „Wir hoffen, eine Anschlussfinanzierung realisieren zu können. Aber wir müssen eben immer passende Fördertöpfe finden.“ Das sei nicht immer einfach.

Trotzdem gibt sie sich optimistisch, Lösungen finden zu können. Vielleicht auch als Mischfinanzierung von Gemeinden, Privatleuten, Unternehmen oder Kita-Trägern. Denn das Projekt soll nicht auf Haselbach beschränkt bleiben. „Wir richten uns explizit an alle interessierten Einrichtungen im Kreis“, betont Rohland.

Von Bastian Fischer

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