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Altenburg Kleingärtner fiebern der Fachjury entgegen
Region Altenburg Kleingärtner fiebern der Fachjury entgegen
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04:00 16.06.2018
Die Altenburger Gartenanlage „Glück Auf“ macht sich schick. Am Dienstag kommt die Bewertungskommission für den Bundeswettbewerb nach Altenburg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Bei den Mitgliedern der Altenburger Kleingartenanlage „Glück Auf“ steigt die Spannung. Denn am Dienstag, dem 19. Juni, nimmt die Fachjury des Bundes der Kleingärtner die Anlage im Vorfeld des anstehenden Bundeswettbewerbs unter die Lupe, für die sich „Glück Auf“ als Sieger beim Landeswettbewerb qualifiziert hat.

Obwohl die Jury sich danach bis zum Jahresende, wenn dieser 24. Bundeswettbewerb 2018 „Gärten im Städtebau“ in Berlin sein Finale erlebt und die Sieger wie Platzierten bekannt gegeben werden, in Schweigen hüllen wird, haben die Altenburger schon jetzt Großes erreicht. „Immerhin sind wir schon jetzt einer der 23 besten Gartenanlagen in Deutschland“, so Spartenchef Klaus Engelmann.

Vieles wurde deshalb in der Anlage mit 135 Kleingärten bewegt. So wurde der Jüdenbach teilweise freigelegt. „Das Areal wurde vom wildwachsenden Gehölz befreit und es konnte sich ein kleines Feuchtbiotop entwickeln“, so Engelmann weiter.

Fachkundige Gäste bekommen viel zu sehen

„Wir wollten unseren Gästen, Besuchern und natürlich Gartenfreunden die Möglichkeit schaffen, dieses neu geschaffene Areal mit seiner Kräuter- und Bienenwiese in Ruhe auf einer massiven überdachten Sitzgruppe zu genießen“, nennt der Spartenchef weitere Hingucker. Von 10 bis 12 Uhr nimmt sich am Dienstag die Jury Zeit, um alles genau unter die Lupe zu nehmen.

Selbstverständlich werde auch fürs leibliche Wohl gesorgt: „Es wird einen Imbiss geben, dessen Speisen sich rund um den Safran drehen, der ja bei uns angebaut wird“, verrät Engelmann. Ebenso bekommt jedes Jurymitglied ein kleines Röhrchen mit dem wertvollen Gewürz als Geschenk.

Zünftig und ganz dem Spartennamen „Glück Auf“ entsprechend, solle die Begrüßung ausfallen. Die werden traditionell uniformierte Steiger und Obersteiger vollziehen, gehen die Traditionen der Sparte doch auf den Bergbau zurück. „Natürlich wird das Steigerlied geboten“, vergisst er nicht zu erwähnen.

Makellose Bilanz

Nur aller vier Jahre findet so ein Bundeswettbewerb statt. Beileibe betritt die Fachjury in Altenburg Neuland. Denn die Kleingärtner der Skatstadt sind in Sachen Wettbewerb Spitze in ganz Deutschland. „Bei insgesamt zehn Auflagen des Landeswettbewerbs haben Sparten von hier siebenmal gewonnen. Hinzu kamen jeweils ein zweiter und ein dritter Platz sowie ein Sonderpreis“, zählte Regionalverbandschef Wolfgang Preuß die bislang tadellose Bilanz auf.

Auch beim Bundeswettbewerb sind sie Spitze und waren bislang bei allen fünf Auflagen erfolgreich für Thüringen dabei. Im Jahr 1998 holte die Sparte „Abendsonne“ eine Sondermedaille, 2002 zudem die Silbermedaille. Die Altenburger Sparte „Immergrün“ gewann 2006 Bronze, ehe es 2010 wieder gleich zwei Preise für die teilnehmende Anlage „Altenburg-Ost“ gab, die Silber und einen Sonderpreis für das Tafelgartenprojekt erhielt.

Doppelten Jubel gab es zur jüngsten Auflage 2014, als sich die älteste Anlage Thüringens mit 131 Jahren, die „Bauhof I“, erstmals Gold sicherte. Über Silber konnte sich im gleichen Jahr die „Tagessonne“ freuen, die zwei Jahre vor dem Bauhof den Sieg im Landeswettbewerb geholt und sich als zweite Thüringer Sparte qualifiziert hatte. „Mit fünf Teilnahmen beim Bundeswettbewerb sind unsere Kleingärten ebenso bundesweit Spitze – vor den Gartenfreunden aus Gelsenkirchen, die dreimal in Folge dabei waren.“

Von Jörg Wolf

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