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Altenburg Klinik in Schmölln soll die erste Fachabteilung für Altersmedizin im Landkreis erhalten
Region Altenburg Klinik in Schmölln soll die erste Fachabteilung für Altersmedizin im Landkreis erhalten
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19:00 10.01.2017
Der Schmöllner Standort des Klinikums Altenburger Land soll eine Fachabteilung für Altersmedizin bekommen. Es wäre die erste im Landkreis. Quelle: Jens Rosenkranz
Altenburg/Schmölln

Er fristet nahezu ein Schatten-Dasein und machte jüngst mit der Schließung der Station für Innere Medizin bis Anfang April von sich reden: der Klinikum-Standort in Schmölln. Nun soll er aufgewertet werden. Für die Sprottestadt wurde eine Fachabteilung für Altersmedizin (Geriatrie) beantragt. Darüber informierten die beiden Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Gundula Werner und Lutz Blase, die OVZ auf eine Anfrage. Der Antrag war im Zuge des 7. Krankenhausplans gestellt worden, den die Thüringer Landesregierung im Dezember verabschiedet hatte und der Neujahr in Kraft trat.

Die Abteilung soll 20 vollstationäre und fünf Betten in einer Tagesklinik bekommen. Zum Personal gehören unter anderem zwei Ärzte und 12 bis 14 Pflegekräfte. Eine solche Geriatrie wäre die erste im Altenburger Land überhaupt. Bislang wurden die Patienten nach Ronneburg verlegt. Dieser Umstand und der steigende Bedarf in der altersmedizinischen Versorgung waren die Gründe, die Fachabteilung zu beantragen. Das Behandlungskonzept orientiert sich in der Regel an den körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Bedürfnissen der älteren Patienten. Ziel ist es, die Lebensqualität und Selbstständigkeit so weit wie möglich wiederherzustellen.

Allerdings ist offen, ob die Abteilung auch Einzug in den Krankenhausplan nimmt. Denn mit Informationen über die einzelnen Festlegungen rechnen Werner und Blase nicht vor Mitte Februar. 16 weitere Krankenhäuser haben ebenso eine Abteilung für Altersmedizin beantragt. Eine Entscheidung trifft das Gesundheitsministerium nach Anhörung der Kliniken in den kommenden Wochen.

Ein weiterer Antrag aus Altenburg betrifft die Ausweisung der Schlaganfallbehandlung auf der höchstmöglichen Stufe. Dies bedeute die Zertifizierung als überregionale Stroke-Unit-Abteilung, die die Versorgung der Patienten auf höchsten Niveau gewährleistet. Stimmt dem das Land zu, hätte dies Auswirkung auf ein höheres Budget. Mit den Kassen könnten danach höhere Vergütungen verhandelt werden, erklärt Werner.

Einzug in den 7. Krankenhaus-Plan soll auch die seit Jahren gut funktionierende Kooperation des Krankenhauses mit der Klinik für Psychiatrie finden, die die Evangelische Lukasstiftung Altenburg betreibt. Hier müssen spezielle Qualitätsstandards, insbesondere der Diagnostik, nachgewiesen werden, für die die Stiftung einen Partner braucht.

Die Klinikum-Geschäftsführung rechnet nicht damit, dass es gravierende Änderungen bei der Bettenzahl gibt.

Von Jens Rosenkranz

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